„DONEZK IST TOT“

 

Світлина Slava Ukraini.

 

Die Veranstaltung AUGENZEUGEN am 28.09.2014 in Dresden hat die Ereignisse in der Ukraine ganz nah an uns herangebracht. Keiner unserer Gäste, der nicht in den letzten Monaten Angehörige, Freunde, nahe und ferne Bekannte verloren, der nicht schreckliche Dinge gesehen hat. Manch einer, der sein ganzes Hab und Gut verloren hat, der gestern noch eine Heimat hatte und dem heute nur noch eines sicher ist: Die Ungewissheit des Lebens auf der Flucht.

Eingeladen hatten wir in ein Land, das in der Ukraine einst als Hort der Demokratie und des Wohlstands wahrgenommen wurde. Jetzt ist Ernüchterung eingekehrt. Deutschland scheint eine Wohlstandsfestung, in der die den Ukrainern von den vereinigten Europäern gern gepredigten Werte, für die der Maidan nun hartnäckig kämpft, kaum noch Platz haben.

Deswegen umso herzlicher unser Dank allen, die gekommen waren, um unseren Gästen zu zeigen: Ihr steht nicht allein. Und solange das so ist, besteht Hoffnung für die Ukraine, für Deutschland und für Europa.

Der Gesandte der Ukraine und Botschaftsrat Oleg Mirus berichtete kurz über die Situation im Lande. Die Ukraine habe sich ganz klar entschieden, wohin sie gehen will. Dieses große und reiche Land ist ein Stück Europa und wird zukünftig nicht nur territorialer Bestandteil Europas sein. Die politische Selbstbestimmung der Ukraine müsse von Russland und von Europa respektiert werden. Die aktuellen Ereignisse zeigen, dass die Menschen der Ukraine tatsächlich nach den europäischen Werten streben und Europa müsse das würdigen.

Kirill Marlinski, einer der Initiatoren vom Kiewer „Automaidan“ und Aktivist der ersten Stunde, der seine Schulausbildung in Berlin erhielt und in den Vereinigten Staaten studierte, beeindruckte durch sein enormes Wissen und seine politische Weitsicht. Er gab einen Abriss über die Entstehung der Maidanbewegung, sprach über Aufstellung und Organisation der Freiwilligenbataillone, für deren Finanzierung und Ausrüstung seine Sektion des „Automaidans“ zuständig ist. Er sprach über die Unfähigkeit der Verwaltung und Regierung, die die Bürger der Ukraine zwinge, die Verteidigung des Landes selbst in die Hand zu nehmen. Er berichtete von den Opfern in seinem eigenen Freundeskreis und von der Enttäuschung vieler Ukrainer über die Rolle Europas und die offensichtliche Unfähigkeit bzw. die Unlust vieler Europäer, die Tragweite des Konfliktes zu überblicken, der nur scheinbar fern sei.

In der späteren Diskussion zeigte sich Kirill Marlinki auch entsetzt über die tendenziöse Berichterstattung selbst in den öffentlich-rechtlichen deutschen Medien, die unter anderem über rechtextreme Tendenzen im Bataillons „Azov“ zu berichten wussten. Er widersprach dem sehr deutlich. Von seinen Gefährten vom „Automaidan“ seien mehr als zwanzig Mitglieder in diesem Bataillon, mit denen er in Kontakt stehe und die er auch bei seinen Fahrten in die Ostukraine persönlich trifft, wenn Ausrüstung und Spenden zu den Bataillonen gefahren werden: Rechtsextremismus oder gar faschistische Tendenzen seien jedenfalls nicht festzustellen, ganz im Gegenteil: Im Bataillon „Azov“ kämpfen Juden, Muslime, Christen, Atheisten, Russischsprachige und Ukrainischsprachige Seite an Seite gegen einen Aggressor und tragen mit Stolz die Swastika, die in Deutschland fälschlicher Weise als faschistisches Symbol gesehen wird. Das sei sie keineswegs, sondern ist seit Jahrtausenden ein slawisches Glückssymbol. Den meisten Ukrainern ist noch nicht einmal bekannt, dass eine Division der deutsche Waffen-SS dieses Symbol „gestohlen“ und missbraucht hatte. In seiner heutigen Verwendung kennt man es nur in seiner ursprünglichen Bedeutung.

Er führte auch aus, dass über eine separierte, kriminellen Strukturen überlassene Ostukraine die zukünftigen Schmuggelwege für afghanische Drogen führen werden, die über das Schwarze Meer nach Europa einsickern und zu einem Preisverfall bei Heroin etc. führen werden. Auch dies sei Bestandteil der russischen Destabilisierungsstrategie für Europa. Ebenso würde eine mehr oder weniger gesetzlose Ostukraine zum Umschlagplatz russischer Waffen werden, die von dort unkontrolliert und entgegen allen internationalen Vereinbarungen unkontrolliert in alle Welt gelangen könnten.

Auf die Frage, ob Russland die Krim ohne See- oder Landbrücke langfristig halten und versorgen könne, antwortete Kirill Marlinski mit einem deutlichen „Nein“ und verwies auf die Notwendigkeit einer Landbrücke, da eine Seebrücke für Russland weder technisch noch finanziell zu bewerkstelligen sei und die Fährverbindungen insbesondere im Winter zu unsicher für eine zuverlässige Versorgung seien.

Zur immer wieder medial verzerrten Darstellung des Verhältnisses der Sprachgruppen untereinander sagte er: „Ich spreche russisch, deutsch und englisch. Ich verstehe mich mit jedem Ukrainischsprachigen jeder Ukrainischsprachige versteht mich. Ich hatte nie einen Nachteil wegen meiner Sprache, ganz im Gegenteil, mich verstehen die Ukrainischsprachigen UND die Russischsprachigen und ich kenne auch niemanden, für den die russische Sprache je einen Nachteil hatte.“

Sergeij, ein TV-Journalist, erst vor wenigen Tagen verletzt aus Donezk geflohen, möchte, dass sein Name nicht genannt wird, da seine Familie noch in Donezk lebt und er um ihr Leben fürchtet.

Er erzählt von den Anfängen des Euromaidans in Donezk, als auf friedliche Demonstranten immer wieder bezahlte Schläger gehetzt wurde, bis die demokratische Protestbewegung vollständig durch gewaltsame Aktionen abgelöste wurde, unter deren Schild die sogenannten Separatisten die Verwaltungsgebäude in Besitz genommen hätten, geschützt durch die örtlichen Polizei.
Die „pro-russsischen“ Demonstranten seien dabei vornehmlich Kriminelle und Arbeitslose gewesen, die sich für Geld haben einspannen lassen.

Die separatistischen Aktivitäten seien seinen Erkenntnissen zufolge lange Zeit von dem Oligarchen Rinat Achmetov unterstützt worden, jedoch habe dieser, auch mit dem Einsickern russischer Spezialkräfte und dann auch des russischen Militärs zunehmend seinen Einfluss auf die Entwicklungen verloren, die nun aus Russland gesteuert werden.

Bei seinen Interviews mit den Terroristen habe er immer wieder feststellen müssen, dass diese überwiegend russischen Dialekt sprachen (man könne sehr wohl den Dialekt der russischsprachigen Ostukrainer und den der Russländer unterscheiden) und auch selten einen Hehl daraus machten, aus der russischen Föderation zu stammen. Auch im engeren Umfeld von Borodai, dem selbsternannten Führer der „Donezker Volksrepublik“, den er persönlich interviewt hat, seien immer sehr viele Russländer gewesen.

Auch an der Absturzstelle von MH17, von der er für CNN berichtet hat, sei ihm der hohe Anteil an Russländern in „Separatisten“-Uniformen aufgefallen, die dort die Bergungsarbeiten übernommen hatten und dafür sorgten, dass das Personal der OSZE alles andere als ungehinderten Zugang zu den Absturzstellen erhielt.

Als besonders schlimme Verbrechen der Terroristen und der russischen Armee schilderte Sergeij, dass diese die ukrainischen Streitkräfte ungehemmt mit völkerrechtlich geächteten Kassettenbomben beschießen würden und begonnen hätten, ganze Landstriche zu verminen. Dadurch seien schon viele Menschen, und auch viele Kinder, völlig sinnlos gestorben.

„Donezk ist tot“ war sein wenig ermutigendes Fazit auf die Frage, ob er Hoffnung habe, irgendwann wieder in seine Heimat zurückkehren und seine Familie dort wiedersehen zu können.

Die Kiewer Künstlerin, Malerin und Initiatorin des Projektes „Blau-Gelbe Schwingen“, Svitlana Zhavoronkova erzählt von ihrer Arbeit, mit der sie und ihre Gruppe traumatisierte Verletzte, denen die Terroristen und die russische Armee ganze Körperteile weggeschossen haben, durch künstlerische Beschäftigung therapieren. Die dabei entstehenden Bilder werden verkauft, um die therapeutischen Maßnahmen finanzieren zu können.

Dmytro Petryna, Fotograf aus Ivano-Frankivsk, erzählt von seinem Freund, mit dem er sooft als möglich telefoniert, der mit seiner Einheit an dem strategisch wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Debalzewo nördlich von Donezk von den Terroristen und der russischen Armee eingeschlossen wurde und die ungeachtet des Waffenstillstandes rund um die Uhr unter russischem Raketenbeschuss lägen und wie die Maulwürfe eingegraben leben müssten. Auch Dmytro hat schon viele Freunde und Bekannte verloren.

Er berichtet auch, dass es Ostukrainer gäbe, die sich für Sold den russischen Kräften angedient hätten, um gegen die Ukraine zu kämpfen, dabei aber ihre Frauen und Kinder als „Flüchtlinge“ in die Westukraine schicken würden, um dort von diesem Sold Wohnungen kaufen und sich ein schönes Leben zu machen. Besonders widerwärtig sei dies vor dem Hintergrund, dass es vor allem die Westukrainer seinen, die freiwillig zur Verteidigung der Heimat an die Front in den Osten ziehen würden und zu Hunderten mit dem Leben bezahlen müssten. Wegen solchen Verhaltens käme es gelegentlich durchaus auch zu Spannungen und Ressentiment gegenüber Flüchtlingen.

Der ebenfalls aus Ivano-Frankivsk kommende Maler Mykola Dzhychka erzählt über die Solidarität im ukrainischen Volk, die sich unter anderem dadurch ausdrückt, dass jeder eingezogene Soldat und jeder Freiwillige in den westukrainischen Dörfern mit einem Fest verabschiedet wird und das ganze Dorf Geld sammelt, um diesen jungen Mann bestmöglich auszurüsten und auszustatten.

Einer der traurigen Höhepunkte war der Bericht der via Skype zugeschalteten Hochschuldozentin Svitlana Zhavoronkova, deren Schicksal keinen im Saal unberührt ließ. Sie gehörte zu den Initiatoren der ersten pro-ukrainischen Demonstrationen in Lugansk, die bald immer wieder von „Titushkis“, also meist aus kriminellen Milieus stammenden, bezahlten Schlägerbanden angegriffen wurden.
Die Angriffe wurden immer brutaler und richteten sich sogar gegen die Kinder der Demonstranten. Im Internet wurden bald Namen und Anschriften der pro-ukrainischen Demonstranten veröffentlicht und der kriminelle Mob offen zur Lynchjagd gegen die Pro-Ukrainer aufgefordert.

Nachdem auch sie und ihre Familie Morddrohungen erhielten und man für den kommenden Tag angekündigt hatte, ihnen die Wohnung abzubrennen, mussten sie wie tausende andere Hals über Kopf fliehen. Sie sind jetzt in Litauen untergekommen. Von dort aus unterstützen sie Freunde und Bekannte bei der Flucht aus Lugansk, das ebenso wie Donezk für pro-ukrainisch denkende und fühlende Menschen keine Heimat mehr sein kann.

Der Unternehmer Mikhailo Oniptschenko, der jetzt in Leipzig lebt, appellierte eindringlich an alle Deutschen und Europäer, sich endlich der Gefahren bewusst zu werden, die von diesem Konflikt und von einem aggressiv operierenden Russland ausgehen. Es sei keineswegs ein „russisch-ukrainischer“ Konflikt, denn die Ukraine und deren Territorium seien nur eines der Ziele des Kremls. Die Haltung Deutschland und Europas sei in vielen Fragen enttäuschend für die Ukraine. Dennoch glaube er daran, dass sich mehr und mehr Menschen dessen bewusst werden, dass nur ein klares, entschiedenes Vorgehen gegen Russland, auch bezüglich der Sanktionen, dessen imperialen Gelüste bremsen könne. Er hofft und wünscht sehr von den Menschen in Deutschland mehr Unterstützung und Verständnis.

Als danach der Chor der griechisch-katholischen Gemeinde der Ukrainer in Dresden den ukrainischen Choral „Молитва за Україну“ anstimmte, erhob sich der ganze Saal, tief bewegt.

Боже великий, єдиний,
Нам Україну храни,
Волі і світу промінням
Ти її осіни.

Світлом науки і знання
Нас, дітей, просвіти,
В чистій любові до краю,
Ти нас, Боже, зрости.

Молимось, Боже єдиний,
Нам Україну храни,
Всі свої ласки й щедроти
Ти на люд наш зверни.

Дай йому волю, дай йому долю,
Дай доброго світу, щастя,
Дай, Боже, народу
І многая, многая літа.

Herzlichen Dank dem Chor (auch für den ukrainischen Imbiss), dem Kultur Aktiv e.V., insbesondere Mirko Sennewald und Marta Wierzbowska, sowie Natalya Bock, der trotz Erkältung unermüdlichen Übersetzerin, der Martin-Luther-Gemeinde Dresden und allen Freunden, die uns unterstützt und geholfen haben.

Slava Ukraini!
Viktoria Komnik + Christian Chemnitzer, Dresden

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Dmitry Tymchuk: Updates from the “ceasefire zone,” 10/01

information_resistance_logo_engDmitry Tymchuk, Head of the Center for Military and Political Research, Coordinator of the Information Resistance group
09.28.2014
Translated and edited by Voices of Ukraine

 Operational data from Information Resistance:

In the combat zone in the Donbas, the most intense situation in the region remains in Donetsk, Debaltseve, Redkodub, Nykyshyn, Krasnohorivka, Shchastya.

Over the past 24 hours, insurgents and the Russian military carried out more than 30 attacks on the positions of Ukrainian troops from cannon and rocket artillery, small arms, tanks and mortars.

Including:
• shelling onto the location of Ukrainian troops near the settlements of Ridkodub and Nykyshyn 4 times;
• the position of the ATO [anti-terrorism operation] forces at the airport in Donetsk, Hostra Mohyla and Krasnohorivka were fired on 3 times;
• the artillery subdivisions of the Armed Forces of Ukraine and the National Guard of Ukraine were fired on twice near the settlements of  Trehizbenka, Smile, Starohnativka, Chornukhyne, Maiorske.

In Donetsk, there were documented cases of the disappearance of soldiers of the Russian Federation. According to the terrorists, it is evidence of the activity of pro-Ukrainian partisans in the city.

Skirmishes continue between groups of insurgents, as well as attacks on their part on units of the Army of the Russian Federation. Similar cases have been recorded in the area of Donetsk (pos. Frunze, the district accommodating the bases of Russian troops), Dokuchaievsk, Krasnyi Luch (between local rebels and Russian Cossacks). During the shootings, heavy weapons were used.

In Donetsk, in addition to the units of the Armed Forces of the RF, the activity of armed groups of the DNR [Donetsk People’s Republic] and “Kalmius” and “Donetsk Orthodox Army” were observed. The interaction between them is established at an extremely low level. Conflicts were recorded between various factions.

In the DNR, the process of issuing Russian passports has dramatically intensified. First of all, they are provided to retired pensioners.

In the territories controlled by the LNR [Luhansk People’s Republic] and the DNR, the activities of criminal groups from Russia dealing in stolen cars and smuggling were recorded. In the organizations that smuggle stolen cars from the Donbas to the territory of the Russian Federation, officers of the Russian Armed Forces are actively involved.

A delivery of party chevrons of the “Kharkiv People’s Republic” to the headquarters of the LNR, was recorded.

Source: Dmitry Tymchuk FB

 According to the operational data of the Information Resistance group:

In the past day, the ​​transfer of units of the 76th landing-assault Airborne Division of the Armed Forces [of the RF] was recorded near Stakhanov.

Russian paratroopers travel in groups of up to 10 people in a special type of car. During the previous day, in this raion [district], the activity of the Russian electronic warfare (EW) station was recorded jamming mobile communications.

In the area of ​​Debaltseve, the appearance of 27 Russian tanks and terrorist forces was recorded. A day earlier, the movement of armored vehicles was recorded, first in the area of Miusynsk [Luhansk Oblast], and later around Vakhrusheve.

Source: Dmitry Tymchuk FB

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In the opinion of world-renowned cardiac surgeon Boris Todurov

By Olha Sedova
09.23.2014
Translated and edited by Voices of Ukraine

The opinion of world-renowned cardiac surgeon Boris Todurov:

“I do not understand why, after another Putin statement about the “punitive actions of Kyiv against its own people,” Ukrainian TV channels do not show how Russia itself deals with terrorists in Beslan or Grozny?

Why don’t our media remind us about the (nerve) gas used by the special forces of Russia to free the hostages of ‘Nord-Ost‘? It was gas-based Carfentanyl, the action of which is instantaneous, the person literally freezes in the position in which it was inhaled. In such positions, as if on the run, were those who were killed on May 2nd in the Odessa House of Trade Unions.

Carfentanyl is made in only one place in the world – in a Russian military factory.”

Editor’s note: Boris Todurov is a Ukrainian Medicinal cardiac surgeon, MD, Professor, Honored Doctor of Ukraine, Corresponding Member of National Academy of Medical Sciences of Ukraine, laureate of the State Prize of Ukraine in Science and Technology (2009), director of Kiev City Heart Center, winner of the All-Ukrainian prize “Pride of the Country 2011” in the category “Physician of the Year.”

Source: Olha Sedova FB
Original source, interview with Dr. Todurov: Gordonua.com

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Dmitry Tymchuk’s Military Blog: Summary – September 30, 2014

Dmitry Tymchuk, Head of the Center for Military and Political Research, Coordinator of the Information Resistance group
09.30.2014
Translated and edited by Voices of Ukraine

Brothers and sisters!

information_resistance_logo_engHere’s the Summary for September 30, 2014 (for previous summary, please see Summary for September 29, 2014).

1. Exactly 11 years ago, September 30, 2003, Russia attempted to steal a piece of Ukrainian territory by beginning to build a dam from its Krasnodar Krai [region] towards the Ukrainian island of Tuzla. The objective was to “attach” the island to the Russian Federation. The reasoning was, pre-1925, Tuzla was a part of the Taman peninsula, and became an island as a result of a powerful storm. So, [Russia said] give it back.

Back then, matters were settled without an armed conflict. But such is the logic of the process – once one state sets its sights on another’s territory, it won’t shut its hungry maw until it gets punched in the teeth. This is what we are observing today.

Failing to draw conclusions from the lessons of history is the most dreadful of mistakes. Whatever the outcome of today’s bloody saga of Russian aggression, we must remember this, every minute of every day. A dreadful economic situation, social problems, etc. – none of that is an excuse for putting the army on a back burner. Otherwise, we have a stolen Crimea and a burning Donbas.

2. Russia continues amassing troops near the Ukrainian border. Newly assigned sabotage and reconnaissance groups of the Russian spetsnaz are being deployed there, and we can expect them to be on the territory of Ukraine as early as tomorrow.

This morning, we received information about the deployment of Russian rocket systems very close to the border. At first, our sources reported that those are operational tactical ballistic missile systems. After looking further into it, we found that the Russians positioned a battery of Tochka-U [also known as SS-21 Scarab B technical systems] by the border.

Their intentions are clear. From positions near the settlement of Petrovka, Rostov Oblast [region of Russia], rockets can only be fired at targets located on the terrorist-controlled territory. This means that the Russians will continue destroying the houses of peaceful civilians in Donbas, while screaming wildly about the “crimes of the Ukrainian military.”

The good news:

1. In Sloviansk, local activists blocked the city executive committee [city hall], protesting against the appointment of Party of Regions members Valeriy Radchenko and Vadym Lyakh as mayor’s deputies. The activists were supported by fighters from the Sich volunteer battalion.

This, by the way, is the same Radchenko who was the chief of police in Crimea close to the end of Yanukovych’s dictatorship. That fellow happily sold the Crimean police to the Russian occupiers in March of this year, and then fled to his home town of Sloviansk – to continue screwing over Ukraine, now in a deputy mayor’s title. What can I say – great job.

These events happened soon after publication of the Information Resistance group’s report about “liberated territories,” [Editor’s note: English translation of this report will be completed soon and linked here] in which we pointed out a very pressing threat of familiar faces and names “resurfacing” in local level positions. But if local patriots are standing up to that filth, not all is lost.

By the way, once I found out what was happening in the city, I gave a call to the activists in Sloviansk. They tell me that Radchenko and Lyakh are just the tip of the iceberg and that this swamp is due for major dredging. They also admit that if it were not for the guys from the Sich battalion, they [the activists] would have had some hard times – local law enforcers will kill people for Radchenko without flinching. Hold tight, guys. Your battlefield is no less important than the front lines. Best of luck to you!

Meanwhile, a question to the government. Should we stay tuned for Yanukovych’s return into the president’s chair any time soon, or is anyone “at the top” finally going to start working against this “resurrection” of the previous administration’s scum?

2. The National Guard received 100 units of new equipment, and the purchase of 500 more is planned. Among the purchased equipment are trucks, Cougar and Spartan armored vehicles, and armored KrAZ trucks. The Cabinet of Ministers [of Ukraine] also promises that all military servicemen of the National Guard will be supplied with winter clothes before October 10th.

The point about equipment needs no further comment – equipment shortages have been an issue for our troops since the first days of conflict, so 100 new units are already a success. As for winter preparations, it may be too early to applaud. Before now, the Ministry of Defense also vowed that our troops would be fully prepared for cold weather by October 10th. Based on our data about the current state of this process, we can voice some doubts as to the feasibility of this plan.

But, we will see. If the winter preparation process ends up being sabotaged – then the tales told by the military-politicos and military command about alleged positive changes in the MoD are not worth two kopecks. That [failure] would mean that nobody has even started cleaning out those Augean stables.

Mosaic of Hercules cleaning out the Augean stables.

Mosaic of Hercules cleaning out the Augean stables.

3. The Parliamentary Assembly of the Council of Europe, by a majority vote, rejected Russia’s proposed amendment to the PACE resolution, which was meant to emphasize an “increased activity of Nazism” in Ukraine.

In simpler terms, the PACE told the Russian deputy Olga Kazakova to take a hike, after she frothed at the mouth, demanding to express “concern with the increased activity of neo-Nazi organizations” in Ukraine. Europe was perplexed to see an orator from a Nazi state, an envoy of Hitler’s double by the name of [Vladimir] Putin, throwing accusations of “Nazism” at Ukraine, a victim of Putin’s aggression.

Source: Dmitry Tymchuk FB

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Terrormilizen in eigenen Worten: „Wer solche Fragen stellt, kann ruhig erschossen werden!“ – Terrormilizen klären die Einwohner Perwomajsks darüber auf, warum sie ihre Stellungen in den Wohnvierteln beziehen. Video

Das Original: http://censor.net.ua/video_news/304928/kto_budet_takoe_sprashivat_togo_mojno_i_rasstrelyat_boeviki_obyasnili_jitelyam_pervomayiska_pochemu

Censor.net.ua: Diese Drohungen kamen als die Antwort auf die Bedenken wegen der Stellungen der Terrormiliz in Wohnvierteln.

Übersetzung zum Video:

Also diesen Klugscheißer oder diese Klugscheißerin hätte ich gerne gesehen und zwar den, der sowas geschrieben hat: „Wie kann man Geschütze vor den Häusern aufstellen? In eurem Krieg mißbraucht ihr die Einwohner als Schutzschild!“

Wer hat’s geschrieben? Heben Sie bitte die Hand! Ich will diesem Mensch egal Männlein/Weiblein – ins Gesicht sehen! Bitte die Hand heben!

Oder komm mal hierher, auf diese Bühne, daß dich jeder sehen kann!

Heute Morgen, während des Wachrundgangs um die Stadt habe ich die Leichen zusammengesammelt, ich konnte nicht feststellen, ob sie weiblich oder männlich waren.

Stellt doch solche Fragen dort, diesem Poroschenko zum Beispiel! Sie bombardieren Stadtmitte, Wohnviertel, Privathäuser. Sollten wir uns jwd stellen, kommen sie hier und es wird sie zum Teufel kümmern, daß ihr hier steht.

Und wenn es sein muß, werden wir in jeder Wohnung, in jedem Haus stehen und zwar mit einem einzigen Zweck, um euch zu beschützen.

Dieser Mensch, der schrieb „Wie kann man nur …“, dem sage ich: So einfach kann man!

Der sollte doch sich bei mir melden und fragen: Womit kann ich euch helfen? Aber der ist doch – wie die Frau dort sagt – ein Debil – Verzeihen Sie meine Ausdrucksweise!

Man soll erst die Lage in unserer Stadt berücksichtigen und keine solchen Provo-Briefe schreiben!

Der konnte ruhig erschossen werden, um ein Exempel zu statuieren!

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