Die Fallschirmjäger kehrten aus dem Süden nicht zurück

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Menschenrechtler behaupten, dass neun Soldaten der Infanteriebrigade im Süden Russlands umgekommen seien – Foto: Gennadij Gukjajew, Kommersant

aus Gazeta.ru,
26. August 2014
Übersetzt von Olena Germasch, editiert von Voices of Ukraine

Im Süden von Russland, an der Grenze zur Ukraine, sind neun Militäraufklärer aus der 18. Motorisierten Brigade gestorben, behaupteten die Soldatenmütter.

Das Militärpersonal wurden von Tschetschenien in die Region Rostow versetzt; Menschenrechtsaktivisten behaupten, dass die Aufklärer auf dem Territorium der Ukraine getötet wurden.

Der Korrespondent von “Gazeta.Ru” ging unterdessen nach Pskow, wo einen Tag zuvor einige Fallschirmjäger (außerhalb ihres Dienstes) im Süden unter mysteriösen Umständen gestorben sind.

Wie starben die russischen Spione an der Grenze zur der Ukraine?

Am Dienstag baten die Mitglieder des Menschenrechtsrates beim Präsidenten der Russischen Föderation Sergej Krivenko und Ella Poljakowa um Kontakt mit dem Untersuchungsausschuss Russlands, um die Umstände des Todes Aufklärer der 18. Motorisierten Brigade zu klären.

“Die Informationen, die wir durch unsere Partner erhielten – dem Komitee der Soldatenmütter der Region Stawropol – sagten uns Sergej Krivenko von der Zeitung „Gazeta.ru“.

Danach wurde die Motorisierte Infanterie Brigade der Militäreinheit 27777, die zuerst in Tschetschenien war, jetzt angeblich zu einem Manöver in die Region Rostow verlegt.

Am 9. und 11. August wurden die Soldaten getötet. Wo und unter welchen Umständen – dazu gibt es verschiedene Versionen und keine genauen Angaben.

Die Soldatenmütter übergaben den Menschenrechtsverteidigern eine Liste der getöteten Soldaten, wobei die Webseite der СПЧ die Position und den Rang angibt.

In dieser Liste sind normale Aufklärer, Minenleger und Granatwerferspezialisten sowie Truppführer, Gruppenführer und ein leitender Offizier.

Aus den Namen erkennt man, dass sie fast alle aus Dagestan stammen. Ihr Geburtsdatum liegt zwischen den 60er bis 90er Jahren sagte Krivenko.

Die Vorsitzende des Ausschusses der Soldatenmütter der Region Stawropol, Ljudmila Bogatenkowa berichtet, dass der stellvertretende Staatsanwalt offenbar vom Büro des Militärstaatsanwalts diese Listen haben wollte.

“Er kam und bat sie, diese Listen zu übergeben und nicht mit der Presse zu sprechen .

Ich bin 74 Jahre alt und ich habe keine Angst vor irgendetwas.” Und sie erklärte weiter, dass sie diese Informationen auch anderen Soldaten gab.

Nach ihrer Aussage waren diese russischen Aufklärer auf dem Territorium der Ukraine

Es war definitiv in Snischne (russ. Снежное) an der Grenze der Luhansker und Donezker Region.

Sie waren mit einem Reketenwerfer von Typ Grad ausgestattet.

Die Liste zeigt die Namen, Positionen, Titel und Geburtsdaten und erklärt, dass neun am 9. August Gefallene aus dem Spezialbataillon stammen. Aber dies ist keine vollständige Liste.

„Und am 11. August wurden zwei weitere Menschen getötet,” sagt Bogatenkowa. Sie fügt hinzu, dass sie auch Kenntnisse über weitere gefallene Soldaten von der ukrainischen Grenze hat. Es gibt auch Verletzte, die in die Krankenhäusern Rostow, Chankala und anderen Städten im Süden Russlands gebracht wurden.

Die Leichen der Soldaten wurden den Familien mit der Bemerkung übergeben, das sie bereits entlassen waren und unter verschiedensten Umständen gestorben sind.

In anderen Fällen, schreiben sie, dass sie auf dem Übungsplatz verstarben.

Es gibt keinen Fall, wo gesagt wurde, dass sie in einer Kampfzone gestorben sind.

In Dagestan wurde Ende der vergangenen Woche in der lokalen Oppositionszeitung “Entwurf” über den Tod von Soldaten unter Bezugname auf Aussagen von Verwandten berichtet.

Fünf Tote – Einheimische aus den Bezirken Buynaksk, Nischnje Kasanischtsche und Atlanaul und andere – aus dem Dorf Shagada im Bezirk Chasawjurt. Wieder andere traf es aus den Dörfern Kisiljurt, Belidschi und Derbent sowie dem Dorf Aksakal im Bezirk Chasawjurt.

Die Quelle behauptet, dass die gefallenen Soldaten laut den Dokumenten rückwirkend aus dem Militärdienst entlassen wurden.

Das Verteidigungsministerium sagte der Zeitung “Gazeta.ru“ nichts zu den Informationen über den Tod der russischen Soldaten und wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Der mysteriöse Tod der Fallschirmjäger aus Pskow

Am 21. August haben ukrainische Blogger über den Tod mehrere Angehöriger berichtet, die in der 76. Luftlandedivision aus Pskow im Donbas eingesetzt waren.

In ihren Berichten zeigten sie Fotos von Dokumenten, persönliche Waffen und Baskenmützen. Im Gegenzug haben die russischen Militärs die Gültigkeit dieser Informationen unter Hinweis darauf, dass solche Dokumente nicht mit in den Dienst genommen werden dürfen, in Frage gestellt.

Ukrainische Blogger veröffentlichten auch ein Foto von einem Abendappell, das angeblich auch auf dem Gebiet der Feindseligkeiten im Donbas aufgenommen wurde.

Das Magazin führt 60 Namen mit Initialen und dem Rang auf.

Journalisten und Blogger fanden mit dieser Liste in den sozialen Netzwerk “VKontakte” die persönlichen Seiten von allen Fallschirmjägern, deren Namen vollständig mit dem “Abendappell” übereinstimmen.

Es ist bemerkenswert, dass alle diese VK-Konten seit dem 15. und 16. August nicht mehr aktualisiert wurden.

Am Montag gab es Berichte aus Pskow von privaten Trauerfeiern im Dorf Wybuty.

Nach diesen Informationen fand der russische Journalist Ilja Wasjunin einen Verweis auf die “VKontakte”-Seite eines der Opfer, die auf dem Territorium der Ukraine gefallen sind: Leonid Kitschatkina aus Pskow .

Auf seiner Seite wurde im Namen seiner Frau Oksana berichtet, dass für Montag die Beerdigung geplant sei und Freunde und Familie eingeladen wurden, sich von Leonid zu verabschieden. Doch nach kurzer Zeit wurde dieses Posting durch ein anderes ersetzt: “Mein Mann ist gesund und munter.” Außerdem hat ein Mann geantwortet, als Journalisten Frau Oksana Kitschatkina angerufen haben, der sich selbst als Leonid bezeichnete.

gaz2grabAllerdings fand die Trauerfeier in der Ortschaft Wybuty am Montag statt. Zeugen zufolge nahmen etwa hundert Menschen teil. Es waren Soldaten und Polizisten. Am Dienstagmorgen veröffentlichte die Ausgabe der “Gubernaja Pskow” die Fotos von frischen Soldatengräbern von Leonid Kitschatkin (29 Jahre alt, starb am 19. August) und Aleksandr Osipow (20 Jahre, starb am 20. August).

Heute hat Oksana Kichatkina das Telefon nicht abgehoben, als ein Reporter “Gazeta.Ru” bei ihr anrief.

“Die Stadt scheint durch eine die unsichtbare Wand geteilt. Einige wissen etwas und sind still, andere wollen etwas wissen, bekommen aber keine Antwort,” sagte die Zeitung Gazeta.Ru “.
gaz3-mogiliAm 18. August hat der Präsident unerwartet die ganze Division von Pskow mit dem Suworow-Orden ausgezeichnet.

Der Verteidigungsminister Sergej Schoigu kam eigens nach Pskow, um die miltärische Auszeichnung persönlich vorzunehmen .

Offiziell heißt es, dass die Auszeichnung “für die erfolgreiche Ausführung der Kommandoaufgaben und für persönlich gezeigten Mut und Heldentum” erfolgte.

Bei der Vergabe wurde erwähnt, dass die Division Pskow an Kommandoaufträgen gegen ethnische Konflikte in Armenien, Aserbaidschan, Ossetien und Kosovo sowie an der Anti-Terror-Operation im Nordkaukasus beteiligt war. Schoigu würdigte auch die Verdienste bei der Befehlsausführung zur Rückkehr der Krim-Republik in die Russische Föderation.

Quelle: http://www.gazeta.ru/social/2014/08/26/6190369.shtml
Übersetzt von Olena Germasch, editiert von Voices of Ukraine

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4 journalists make it out of surrounded Ilovaisk (video + photos)

By Gosha [Heorhyi] Tikhy, (German TV ARD) journalist embedded with Ukrainian forces in Ilovaisk
08.30.2014 – 18:00
Translated and edited by Voices of Ukraine

Video of our breakout from Ilovaisk. Filmed by Ivan Lubysh-Kirdey. The break out lasted about 20 minutes, and Vanya [Ivan] shot everything. Here – [is] 30 seconds of video, the firing from one of three ambushes. Thanks to Maks Levin for life [Maks was driving and was wounded but is ok]. Our car was the only one that managed to escape from the battlefield. It’s very scary for the guys from the battalions that were left there. Until now, it is known that only 100 of about 400 surrounded soldiers got out. Of them – 28 are volunteers, and the rest are from the Armed Forces of Ukraine. What is happening now with all who remained to take the fight – is not fully known.

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By Maks Levin, Ukrainian LB.ua photojournalist embedded with Ukrainian forces in Ilovaisk
08.30.2014
Translated and edited by Voices of Ukraine

Ilovaisk is surrounded! Friends sound it on all trumpets – the guys in there are cannon fodder, they must be retrieved. Without a fight they will not surrender. But there are ambushes in three places! Aviation, I do not know! After the second ambush no one was driving behind us anymore – everyone was left there! Two of our tanks were knocked out for sure!

Source: Maks Levin FB

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By Maks Levin, photojournalist
08.30.2014

Friends, we cannot believe we’re alive. Today I (LB.ua), Markiyan Lyseiko (Ukrinform), Ivan Lyubesh-Kirdey, Heorhyi [Gosha] Tikhy (German TV ARD) broke out from surrounded Ilovaisk – experiencing a second day of birth. At one point during the first firing and ambush we broke forward a little. [We were] caught in two ambushes, in front of us they knocked out our tank – in short, today is the second time we were born. The driver (me) received minor wounds, broken windows – about three balls fell on them. One flew through the entire interior. It’s a miracle we did not have a few missiles (or grenade) shoot into us.

Thanks to our luck, or God (for whomever believes) and our decision at some point to get ahead of the column.

To our colleagues from Donbas, the Dniepro, the military is still there fighting. We pray that most of them come out from that hell. There is no support in the column! fuck fuck fuck.

And of course – our savior, the INFINITY from Alexander Radchenko – thankyouthankyouthankyou !!! Thank you that she goes so fast and so reliably. Thank you Alexander, we will repair the car, she saved four lives!

Source: Maks Levin FB

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Semyon Semyonchenko: Surrounded volunteer battalions a result of military command betrayal and incompetence

By Semyon Semyonchenko, Donbas Battalion Commander
08.29.2014
All posts below translated and edited by Voices of Ukraine

A tragedy occurred. I have grounds to believe that the encirclement of the volunteer battalions is the result of betrayal and incompetence in the system of military command.

Fact 1–the convoy stood for over an hour in place and only after the mortar attack did it start moving forward.

Fact 2–during negotiations, the paratroopers announced to our soldiers that on the face of it, they would have long been re-stationed if it weren’t for us. They were waiting for us for the entire day at the place where the convoy was supposed to pass through.

Fact 3–I and Yuri Butusov beat the alarm about this situation for more than ten days, demanded reinforcements, held pickets at the AP [Presidential Administration] and the General Staff. Zero results.

There are other facts of betrayal and gross incompetence which we will deal with later. First, commanders and counterintelligence must restore the events minute-by-minute including the results of wiretapping phones. I don’t know names yet. But we will find out.

Now I need to get the guys out and bury our dead, and help the families left without breadwinners. The question is whether it is possible to believe the Raschists? Of course not. At what expense have [we] agreed? I don’t know, but neither I nor you will give up [even] an inch of [our] native land. What is going on with the ultimatum about 6 in the morning? According to the President, he was able to cancel it. What will happen if they deceive [us]? I do not want to think about it now, I just want to believe. Now the main point: I made the decision to be with my men. Technically, it’s [relatively] easy to transport me even with an IV [attached]. If at six in the morning they will shoot them [Ukrainian servicemen], then let them shoot me, too. If they come out [from the encirclement], then I will be with them.

Phone relatives – 0997851445. The lists are being compiled now. As for Donbas, the majority [of us] are ok 🙂 . You can call right now. The nurses here are sympathetic. 🙂

Everything will be fine.

Source: Semyon Semyonchenko FB

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By Semyon Semyonchenko, Donbas Battalion Commander
08.30.2014 10:30am

I arrived at the point [of action]. The situation is as follows: there are three encirclements. Novokaterynivka, Starobesheve and Chervonosilske [all in Donetsk Oblast]. In the last village, there are the remnants from Donbas [Battalion] and from the units that did not surrender. We’re cheering the boys on by phone. We’ve only managed to begin compiling the lists just now, all night [long] there was no connection. Where the group commander and all battalion commanders are, is still unknown.

There is a problem, which we hope to quickly resolve. The military unit, which surrounded the guys under Chervonosilske, knows nothing about the arrangement and gave [them] two more hours to surrender. Hopefully, it’s just the slow gears of military bureaucracy. I informed the President and the National Guard commander. We were forced to contact the Russian airborne reconnaissance company with a view to delay the ultimatum deadline, so that the team could have time to pass through. I’ll keep you updated. I will write the new telephone numbers for relatives to contact.

Call-Center of Donbas Battalion:

(050) 641 21 35, (050) 766 07 21, МТС
(099) 484 46 79, (099) 103 08 54, МТС
(098) 066 56 33, (068) 722 18 71, КyivStar
(093) 600 56 14, (093) 600 56 29. Life

Source: Semyon Semyonchenko FB 

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By Semyon Semyonchenko, Donbas Battalion Commander
08.30.2014 12:30

For the time being the situation has been worked out. They are trying to force the guys into surrender, but they are not giving in. On one side is a Tank Division, on the other, the Airborne Regiment. Although they are the enemy, they are professional soldiers, it is better than the DNR [Donetsk People’s Republic]. [They] gave medical assistance to the wounded. Within an hour, everything should be settled. Some scumbags tried to shoot down the column along the way. They’ve passed through. [Now], we’re waiting.

P.S.: They’re asking why I write with so much detail. The situation is strange and complicated. Maximum detail and publicity are imperative [under the circumstances]. Especially [for the future], to be able to restore the chronology of events when needed.

Source: Semyon Semyonchenko FB

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By Semyon Semyonchenko, Donbas Battalion Commander
08.30.2014 – 19:00

Over the phone from Semyon Semyonchenko:

Information for relatives of Donbas Battalion, Dnipro, Svitiaz, and Kherson Battalions, the 93rd and the 17th Brigade and other units surrounded in Ilovaisk.

The Ministry of Defense is responsible for the administration of the humanitarian aid convoy for taking out the wounded soldiers who were surrounded. According to the agreement reached by the President of Ukraine to provide a corridor for retrieval, a time was determined from 6:00 to 10:00am. By 17:00, no vehicle had come for humanitarian aid to the wounded who are surrounded in the village of Chervonosilske. Russian troops are not letting vehicles other than this convoy through. An explanation for the 11-hour lack of a convoy is not given.

As at 16:00, the insurgent positions in Chervonosilske started firing mortars and sniper weapons, thereby forcing the [Ukrainian] fighters to surrender. Thereafter, the representatives of the Ministry of Defense declared that the incident with the Russian side was settled and the humanitarian convoy will reach the fighters who are surrounded.

At the moment, we are at the collection point of the fighters who are coming out of the encirclement. Since the morning, several small groups left that provide food and medical care. We will continue to wait for the convoy and servicemen to come out, there is no connection with the battalion and group commanders, as well as the majority of the servicemen.

I will relay more detailed information once it’s received.

Source: Semyon Semyonchenko FB

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Moskauer Zeitschrift Militär-Revue überprüft eine Liste mit sieben „wahrscheinlichen Zielen“ in Noworossija

Wehende Flaggen der Donezker Volksrepublik - Foto: apotime.ru

Wehende Flaggen der Donezker Volksrepublik – Foto: apotime.ru

von Paul Goble
The Interpreter – Institute of Modern Russia – 29. August 2014

Übersetzung aus dem Englischen von Dagmar Schatz für Voices of Ukraine

 

 

Voyennoye Obozreniye, (Militärrevue), eine Moskauer Online-Zeitung, die sich direkt an russisches Militär und Militäranalysten richtet, hat eine Liste von sieben Zielen veröffentlicht, die russische Streitkräfte direkt angreifen werden, im Verlauf dessen, was die Zeitschrift als „die wahrscheinliche Zukunft des Kriegs in Neurussland“ beschreibt.

Natürlich – welche davon der Kreml und die russischen Kommandeure angreifen werden, und in welcher Angriffsordnung sie das tun, wird nicht nur vom ukrainischen Widerstand abhängen, sondern auch von der Reaktion des Westens zu weiteren Moskauer Schritten. Doch die Liste selbst sagt schon etwas über Natur und Rahmen von Wladimir Putins Absichten in der Ostukraine aus.

Während die Gefechte in der Ostukraine intensiv sind, und während nicht alles für die russischen und pro-Moskau-Kräfte gut läuft, suggeriert dieser Online-Artikel, daß es trotzdem möglich sei, von „großen Durchbrüchen“ zu sprechen, wenn man diese Aktionen und Angriffe, die sicher von der ukrainischen Seite wahrgenommen werden, beschreibt.

Das erste Ziel, wie der Voyennoye Obozreniye-Artikel sagt, ist Mariupol, wo sich ukrainische Kräfte zusammengezogen haben und von wo man sie vertreiben muss, so daß die Insurgenten weiterhin aus Russland versorgt werden können.

Das zweite Ziel, so fährt der Artikel fort, ist Wolnowacha, ebenfalls ein Ort in dem ukrainische Kräfte konzentriert sind, und das eine potentielle Igelstellung sein könnte, um die sog. Asow-Gruppe der russischen Streitkräfte von den Hauptkräften abzuschneiden.

Das dritte Ziel ist Donezk, und dort speziell der Flughafen, der gegenwärtig in ukrainischer Hand ist, „Der Feind muß aus den wohlbefestigten Plätzen vertrieben werden, in denen er schon zwei oder drei Monate sitzt“, sagt die Moskauer Publikation.

Das vierte Ziel ist Debalzewo, das in einem Flankenangriff eingenommen werden muss, um „den Löwenanteil“ der ukrainischen Artillerie zu zerstören und so die ukrainischen Kräfte als Ganzes zu zerstören.

Das fünfte ist das Lisitschansk-Rubeschnoje-Sewerodonezker Gebiet, eine verteidigungsgünstige Position, über die die Moskauer Revue sagt, daß die ukrainischen Kräfte sie in den vergangenen Wochen befestigt hätten und aus der sie vertrieben werden müssen.

Das sechste ist Luhansk und die angrenzenden Gebiete, um so den Druck von den dortigen Insurgenten zu nehmen.

Und das siebte und vielleicht wichtigste Ziel sind die Anstrengungen, die Ukraine davon abzuhalten, durch das Mobilisieren der Bevölkerung, Reserven ins Spiel zu bringen. Das Journal deutete an, daß militärische Angriffe mit den Bedürfnissen des Informationskriegs koordiniert werden müssten.

In der unmittelbaren Zukunft, so die Publikation, wird ein „schwieriger Kampf“ für Neurussland stattfinden. In der Tat, sagt sie, „was nun stattfindet, kann mit der historischen Schlacht vor Moskau im zweiten Weltkrieg verglichen werden“. Und nur mit einer solchen Schlacht, können die pro-russischen Kräfte den Verlauf dieses Krieges ändern.

Und Moskaus Voyennoye Obozreniye (Militärrevue) kommt zu dem Schluss, daß die Insurgenten auf eine bessere Zukunft schauen können, so sie das wollen. Diese Kräfte, sagt sie „müssen nur (noch) für einige Monate durchhalten, dann werden die Kräfte der (ukrainischen) Junta“ ein wesentlich geringeres Problem sowohl für Neurussland als auch für Russland sein.

Quelle: http://www.interpretermag.com/moscow-military-review-lists-seven-probable-targets-in-novorossiya/

Die „sieben Ziele, die die russischen Kräfte sehr wahrscheinlich angreifen werden“ – auf einer Karte der Ostukraine eingezeichnet. - Foto: Topwa.ru

Die „sieben Ziele, die die russischen Kräfte sehr wahrscheinlich angreifen werden“ – auf einer Karte der Ostukraine eingezeichnet. – Foto: Topwa.ru

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Ukrainian citizens: in Mariupol we’re digging trenches together with our sons

By Gennadiy Mokhnenko
08.30.2014
Translated and edited by Voices of Ukraine

Gennadiy Mokhnenko added 20 new photos to the album Digging trenches with the children, near Mariupol:

Somebody wake me up and let’s laugh together at this stupid dream.
I, a Russian person, along with my adopted sons am digging trenches near Mariupol preparing to repel the attack of Russian tanks (they are only 20 km away. From here) … God, how one wants to wake up and laugh heartily over this nightmare … but alas …

Together with the citizens who came out to help the army (including young and old men, and women), we drove to the checkpoint on the outskirts of the city and are helping to strengthen the defensive line. I do not know how much it will help stop the madman – Putin who sent Russian guys to kill Ukrainian guys, but at least my conscience will feel that we are at least trying to do something that would save the lives of soldiers. National and local TV stations have arrived at the place of our work to show this “dream” to the whole world …

My friend from Mariupol who is now a pastor in London, Eugene Yakushev, came to us in the trenches [today]. Together with us, in the dust and the scorching sun, he contributes to the defense of Mariupol from the bloody Russian FSB adventure … [we’ve] survived … 2014 … [in] the 21st century …

 Source: Gennadiy Mokhnenko FB

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