Warum Achmetow den Donbass verrät

Anastasia Ringis für Ukrajinska Prawda, 04. Mai 2014, 15:24 Kiewer Zeit

Rinat Achmetow mit Journalisten. Foto: novosti.dn.ua

Rinat Achmetow mit Journalisten. Foto: novosti.dn.ua

Den Donezker Aktivisten Konstantyn Lawrow kennt man in der Stadt als fast den größten Widersacher von Alexander Janukowytsch (dem Sohn des geflohenen Präsidenten Viktor Janukowytsch, A.d.Ü.). Im Jahre 2011 organisierte er eine Demo gegen den illegalen Bau eines Hochhauses unmittelbar im Stadtzentrum durch eine Firma von Janukowitsch.

Das Projekt des neuen Komplexes auf dem Territorium des Hotels „Druschba“ sah vor, die Höfe mehrere Wohnhäuser im Stadtzentrum zu requirieren.

Als Reaktion auf die Bürgerproteste sprach der Geschäftsführer der Firma „MAKO“, Sergei Buschujew von angeblicher Erpressung seitens Lawrows.

Gegen Lawrow wurde ein Verfahren fingiert und er wurde fast drei Jahre lang in der Strafvollzugsanstalt Nr. 5 inhaftiert. Am 24. Februar 2014 kam er frei und beteiligt sich seitdem an der Organisation von Demonstrationen für eine geeinte Ukraine.

Bürgeraktivist Konstantin Lawrow, Donezk

Bürgeraktivist Konstantin Lawrow, Donezk

Was hat sich verändert, während Sie inhaftiert waren?

Ich habe eine ökonomische Ausbildung, bin zertifizierter Spezialist für Wertpapiere. Meine persönliche Weltsicht wendete sich bereits im Jahr 2004.

Ich glaubte daran, dass es möglich sei, das korrupte System im Land zu überwinden. Doch für Donezk war ich ein „untypischer Fall“.

Als ich aus dem Gefängnis freikam, sah ich: In drei Jahren ist eine neue Generation von Bürgeraktivisten herangewachsen. Es gibt jetzt viele Leute wie mich.

Eine solche breite Beteiligung an Aktionen hat es vorher noch nie zugeben. Früher war niemand bereit, seine Zeit, sein Geld zu opfern. Für Donezk, das weder den Maidan 2004 noch den Maidan 2014 durchlebt hat, ist das ein großer Schritt nach vorne.

Nach Meinungsumfragen möchten 66 % der Bewohner in der Ukraine leben, 27 % sehen den Oblast Donezk in der Russischen Föderation und 5 % sehen ihn als unabhängigen Staat. Was bedeutet das?

Es liegt ein Interessenskonflikt vor. Die junge Generation möchte in einem neuen Land leben, die Rentner möchten in die Sowjetunion, und die Ganoven möchten ihre Unantastbarkeit und die Grundlage für ihre Geschäfte erhalten.

Heute wird ein gefährlicher Mythos gebildet, dass der Donbass eine Zusammenrottung von Separatisten sei, die nach Russland möchten. Ich bin auf Facebook oft auf Phrasen gestoßen wie „Geben wir den Donbass doch an Russland ab, dann haben wir weniger Probleme“. Wenn wir den Donbass abgeben, wird morgen eine ähnliche Situation in Charkow, Dnepropetrowsk, Saporoschje entstehen.

Was bedeutet die Phrase „Die Regierung soll auf den Donbass hören“?

Die Sache ist die, dass in Donezk eine russische Hysterie aufgebauscht wurde. Es wurde ein klarer Mythos über den „Berkut“ als Opfer der „Bandera-Anhänger“ gezeichnet. [Der Berkut war eine halblegale Sondereinheit des Regimes Janukowitsch, der an den Schießereien in Kiew beteiligt war und nach der Flucht Janukowitschs von der neuen Regierung aufgelöst wurde. A.d.Ü.] Die Polittechnologen haben professionell mit Mythen und Ängsten gearbeitet. Und diese Phrase ist ein Code, der bei den Menschen im Donbass einen bestimmten Zustand einschalten soll.

Wie erklären Sie sich, dass Rinat Achmetow keine klare Position bezieht?

Rinat feilscht um den Donbass. Das liegt klar auf der Hand. Man muss die Spezifik des Donbass verstehen: Nicht ein Staatsdiener kann hier gegen den Achmetow arbeiten.

Im Großen und Ganzen wünscht Rinat Achmetow, dass sich das System nicht ändert. Eine instabile Situation nützt ihm. Er muss dem ganzen Land und der Regierung zeigen, dass er die Separatisten kontrolliert, dass nur er sie besänftigen kann.

Die Volksrepublik Donezk ist ein Fake. In der Gesellschaft gibt keinen Bedarf an so etwas. Doch es gibt den Bedarf Rinat Achmetows, der sich darin äußert, dass keine Verfahren wegen seiner Geschäftstätigkeit eröffnet werden sollen, dass sein Kapital unangetastet bleiben soll, dass er wie auch früher vollkommenen Einfluss auf alle Machtorgane der Region hat.

Er erpresst die Zentralregierung. Und das ist offensichtlich, wenn man versteht, welche Figuren auf dem Schachbrett stehen. Das sind Leute Achmetows – die Abgeordneten Nikolai Lewtschenko und Sergei Bogatschew und die Separatisten.

Russland ist eine schwache Ukraine nützlich. Das ist notwendig, um die Sache mit der Krim zu legalisieren. Inoffiziell werden solche Gespräche geführt, dass die Russen den Osten in ruhe lassen, wenn die Ukraine die Krim anerkennt.

Rinat Achmetow kann es nicht gebrauchen, dass der Oblast Donezk an Russland geht. Mann muss verstehen, welche Interessen Achmetow hat. Er benötigt die Finanzierung der Kohlegruben, weil sie alle mit Verlust arbeiten. Das ist ein großes Kuchenstück im Staatsetat.

Viele verstehen aber, dass diese Lage die Entwicklung des Gebiets bremst.

Welche Rolle spielt der Gouverneur Sergei Taruta?

Er spielt den Clown. Oder er hält sich raus. Er hat keine einzige reale Maßnahme getroffen, um dieses Chaos zu beenden. Seit das erste Gebäude besetzt wurde, hat er keinem der Sicherheitsdienste auch nicht eine Anweisung erteilt, keinerlei Strategie erarbeitet.

Im Innenministerium arbeiten mindestens eintausend waffentragende Profis. Soll man glauben, dass es unmöglich ist, diese zu organisieren? Nicht gegen einen Separatisten wurde ein Strafverfahren eröffnet.

Eine neutrale Position ist jetzt aber fehl am Platz, de facto stachelt sie die Situation nur weiter an. Konstantin Poschidajew, der Leiter der Abteilungen des Innenministeriums im Oblast Donezk ist der ehemalige Leiter des Personenschutzes von Achmetow.

Wie sieht derzeit der bürgerliche Widerstand aus?

Uns ist bewusst, dass die das Gebäude der Staatlichen Verwaltung des Oblast von Profis besetzt worden ist: bestochene ukrainische Militärs, Mitarbeiter von FSB und GRU, professionelle Spione. Die Menschen aus dem Donbass, die in der Ukraine leben wollen, bilden derzeit eine Miliz, das „Bataillon Donbass“. Ihm haben sich Afghanistan-Veteranen, ehemalige Mitarbeiter des Speznas, Menschen aus der arbeitenden Bevölkerung und Studenten angeschlossen, die zu radikalen Schritten bereit sind.

Noch vor einigen Wochen war Donezk nicht bereit, Oper zu bringen, doch am 17. April haben aktive Bürger verstanden, dass sie allein dastehen: allein gegen die Polizei, gegen Achmetow, gegen die Separatisten.

Es entwickelt sich eine Situation so ähnlich wie auf dem Maidan: Die Leute fangen an, aktiv zu handeln, unter Risiko für das eigene Leben. Für Donezk ist das ein gewaltiger Bewusstseinssprung.

Wie Kiew gegen Janukowitsch gekämpft hat, so kämpft Donezk jetzt mit Rinat Achmetow. Die Gegenseite verfügt über endlose Kräfte. Sie ist bereit, zu schießen und zu morden, niemand kann sie stoppen – außer den proukrainischen Kräften.

Per heute haben sich ca. 500 Menschen zusammengetan und sind bereit, bis zum Letzten zu gehen. Die Aktivsten unter ihnen haben den Maidan selbst miterlebt.

Auf welche möglichen Entwicklungen bereiten Sie sich vor?

Wir sehen zwei Varianten. Die erste: Bis zum 25. Mai eskaliert die Situation weiter, es gibt noch mehr Opfer, Besetzungen und Gewalt. Dann könnte es einen Deal zwischen Timoschenko und Achmetow geben, infolgedessen man entweder die Wahlen scheitern lässt oder oder Timoschenko Präsidentin wird.

Oder es wird die andere Variante realisiert, die für die Gesellschaft perspektivenreicher ist: Aktivisten erheben sich und übernehmen bewaffnet die Macht im Oblast Donezk. Diese Variante ist ebenfalls reell. Selbst wenn das derzeit noch nicht so offensichtlich erscheint …

Schlussbemerkung des Teams von Voices of Ukraine: Wir sind ein Team aus Freiwilligen, die ein wahrheitsgetreues Bild über die Ereignisse in der Ukraine zeichnen möchen. Wir unterstützen keine bestimmte politische Kraft, unter uns finden sich Anhänger verschiedener Präsidentschaftskandidaten wie auch Anhänger einer parlamentarischen Staatsform. Die in diesem Interview geäußerten Meinungen und zukunftsgerichteten Aussagen über Präsidentschaftskandidaten bei den anstehenden Wahlen sind die Meinungen des Interviewpartners der Ukrajinska Prawda. Wir haben die Reputation des Interviewpartners als seriös überprüft und veröffentlichen diesen Artikel nicht mit der Intention, über Präsidentschaftskandidaten zu spekulieren, sondern, um ein besseres Verständnis der Vorgänge im Donbass-Gebiet zu ermöglichen.

Quelle: Ukrajinska Prawda
Aus dem Ukrainischen von: Tobias Ernst – Fachtexte vom Profi

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Video: SBU-Telefonmitschnitt beweist „Hand Moskaus“ bei den Pseudoreferenden

English Summary: SBU recorded phone call proofs Moscow’s rôle in Donzek „referendum“. There is a video with English subtitles at the end of this post.

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Der ukrainische Geheimdienst SBU verfügt über eindeutige Beweise für die Beteiligung der russischen Seite an der Vorbereitung und Koordination von Maßnahmen bezüglich der Durchführung des sogenannten „Referendums“ über die Gründung einer „Donezker Volksrepublik“ mit im Voraus bekannten Ergebnissen.

Insbesondere zeugt davon ein Mitschnitt eines Telefongesprächs zwischen dem Leiter der Bewegung „Russische Einheit“, A. Barkaschow (Moskau) und dem Anführer der nicht eingetragenen Organisation „Orthodoxer Donbass“ (Donezk) D. Boizow.

In dem Telefonat erbittet Boizow Unterstützung russischer Truppen für eine erfolgreiche Durchführung des sogenannten Referendums am 11 Mai. Man müsse das Referendum sonst verschieben, da man auf die Durchführung nicht genügend vorbereitet sei. Barkaschow meint, das Referendum müsse auf jeden Fall stattfinden, fragt, ob man denn vor habe, tatsächlich Stimmzettel einzusammeln, und schlägt stattdessen vor, die Ergebnisse der Umfrage zu fälschen, einfach „100 % „dafür“ hinzumalen“.

Achtung, das Gespräch enthält Kraftausdrücke.

Video mit deutschen Untertiteln:

Video with English subtitles:

Quellen: Offizielle Seite des SBU, Ukrajinska Prawda, Youtube-Kanal des SBU
Aus dem Ukrainischen von Voices of Ukraine

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【情報レジスト】 5月6日(火)のまとめ――要約・解説

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原文はこちら。(byドミトロ・ティムチュック)
5月5日の分はこちら

 

※ 3月10日からウクライナで活動しているボランティア情報局、「情報レジスト」(”情報で抗議する”)リーダが発信しているその日の記録を、要約し一部解説を加えたものです。※

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※ 誤字脱字・不自然な日本語など、申し訳ありません。

■ 悪かったこと ■

(1)  保安庁長ナリヴァイチェンコ氏は 、ドンバス(※)が不安定なのは住民がロシアの反ウクライナ・プロパガンダによる影響が強く、保安庁・内務省・国防省を信頼していないためであると述べた。

それは事実である。しかし、それなら、ウクライナ国家はここ2か月の間、ロシアの強力なプロパガンダマシンに対抗するために何をしたのだろうか。逆プロパガンダはどうなっているのか。対テロ作戦本部が情報政策を行っているだろうか。安全保障・国防会議が形成したはずの情報戦調整組織はどうしたのか。質問は絶えないが、答えは聞こえてこないのだ。

行政機関にも、一般市民の中にも、ウクライナのために自発的に情報戦に取り組んでいる人がいるだろう。素晴らしいと思う。ただ、これはやはり、国が国家レベルのリソースを使い行うべきことである。

東部住民の頭の中が誤解に染まったままでは、実際の戦争を効果的にすることはあり得ないのだ。

(2) コーヴァリ国防相は、政府がドンバスの一般市民を戦争に巻き込まないとしているために、対テロ作戦がなかなか勢いを増せないと述べた。

賛成せざるを得ない。一般市民をまでせん滅するのはいただけない。

しかし、それなら、せめてテロリストに攻撃されたときに急所を狙う射撃を公式的に許してほしい。現時点では、各地の対テロ部隊が武器を使おうものなら政府が眉間にシワを寄せ、戦闘のたびに自己責任で撃つ撃たないの指令を出すことになっている。

(3) ラブロフ外務省(露)によると、親ロシア派代表の参加がなければ、ロシアはウクライナとの交渉に応じる意味が見出せない。ロシアの操り人形を国際舞台に登場させようというのである。

ロシアに相談に乗ってもらうといいかもしれない。紛争解決の経験を――たとえば、コーカサスでロシアが実行してきたもの――分かち合ってもらうとよい。

ただ、百人単位に上る一般市民の死亡者や町村ごとのせん滅まみれのその実績一覧には、「交渉により解決」が見つからない気がしてならない。

※ ドンバス=トネツク・ルガンスク州を合わせた地域名

(1)、(2) 関連記事(ウクライナ発信、ロシア語)

(3) 関連記事(ウクライナ発信、ロシア語)

 

■ 良かったこと ■

(1) ウクライナ議会がトルチノフ大統領代行に、対テロ作戦用に治安機関と国防機関の調整する人物を任命するように勧めた。

確かに、コーディネートは対テロ作戦の弱点であり、迅速な解決を要する。

ただ、別途官僚を任命する必要性は明らかでない。今の対テロ作戦責任者が担うべきこの義務を果たせないのだろうか。余計に仲介者を挟むことで作戦の調整がよりややこしくなるだけなのではと、心配である。

後は、結果を見せていただくまでである。解決を要する問題が確認されたことがせめての救いである。

(2) チェボターリ副外務相は、5月2日オデッサで起きた出来事について記者会見をした。

オデッサ州内務省総長と3名の副総長がポストを外され、両方から衝突に関わった人物を160名逮捕。また、これからオデッサでは黒マスクをかぶる者は逮捕されるようになる。一部の警察官は勤務怠慢で解雇。

是非東部でも実行してほしい試みである。「情報レジスト」の情報では、地方の各地で占拠されていたと思われている内務省局ビルは、占拠されていたというより、各局長らによってお金と引き換えに「手渡されていた」。取引のスタート値は10万ドルからだったという。

今のアヴァコフ内務相が全国から批判を浴びており、筆者も批判者の一人であるが、この、「警察の除染作業」がきちんと広がっていけば、大いに感謝して真っ先に脱帽する。

(3) マイダン(※)の自警団のすべてが、これから内務省の管轄下に入り行動する。これは、安全保障・国防会議パルビー議長と各自警団の百人隊長との会議で決定されたことである。

ジュネーブ会合にて決まった「非合法的な武装集団の排除義務」を守っていないということでウクライナに文句を言い続けてきたロシアに対して、よい応えになる。(コメント: ジュネーブ会合ではロシアが人材・金銭的に支援している親ロシア過激集団の武器排除に関する項目として決まったことだが、ロシアはすかさず「ウクライナの『右翼セクター』などの親ウクライナ自警団のことだろう」と拒否している。)

今度はプーチンの番である。期待はしていないが、クレムリンがその招待を晒し、これからどのような言い訳を見せてくれるのか、楽しみである。

※ マイダン=出発点キエフの「独立広場」(マイダン・ネザリェージノスチ)から取った、2013年11月末~2014年2月末の反政府抗議の総称。

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「情報レジスト」のアーカイブ(4月2日~17日)はこちら。(Архив переводов ИС со 2-го апреля)
「ウクライナ情勢ーーよくある質問(ウクライナ人の視点で)」はこちら。(Мини-ликбез)

 

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Yevgen Gapych: Journalist from Kolomya talks about tortures by separatists

04.25.2014 Censor.NET
Translated and edited by Voices of Ukraine

Photojournalist Yevgen Gapych from Kolomya, following his release from captivity, retold how separatists tortured him for several days and beat out the confessions that he was a member of UNA-UNSO. Gapych talked to journalists about his experience, as reported by  Censor.NЕТ citing TSN.

According to the journalist, separatists grabbed him in Sloviansk. His explanations that he was a representative of the press and that he covered the events “honestly” did nothing. 

“They put cotton balls in my ears, and put a thick band over my eyes. We could hear, but couldn’t see anything. They put us on the floor of a car. It was some kind of a police car because it had a siren,” explained Gapych.

As it turned out, the fighters drove the journalist and his brother to the SBU building in Sloviansk where they put them in the basement. “Their only task was to make me confess that I was from UNA-UNSO and that I came here to fight,” Gapych said.

At first, terrorists stripped Yevgen and divided his belongings among themselves. Then, they began to mockingly threaten him psychologically and physically.

“One of them was a former Berkut [riot police]. He told me himself. He said, ‘you’ll be in the Heavenly Thousand.’ And he intimidated me with a knife. He said, ‘This knife has sent many to the other world,'” said the journalist.  

The journalist’s brother Hennadiy said that the separatists called their captives “hostages of the referendum.”

I was kept together with American journalist Simon [Ostrovsky]. Last night, when they moved us to a very cold and humid basement, he and I clung to each other during sleep,” said Hennadiy.

According to the journalist’s brother, separatists had more people imprisoned by separatists, whom they continued to torture severely. “I saw a guy who took off his shirt, and all of his back was bloodied, I saw his broken fingers, bruises, and hematoma. And this is after two weeks since his imprisonment,” Hennadiy noted. 

The journalist and his brother suspect that the extremists let them go because of the media coverage. During his last few days in captivity, the extremists were discussing that “people wrote about Gapych on the Internet.” 

Source: censor.net.ua 

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Dmitry Glukhovsky: Lying Doesn’t Hurt

By Dmitry Glukhovsky
05.05.2014
Translated and edited by Voices of Ukraine

Screen Shot 2014-05-06 at 11.48.37 AMThe biggest surprise for me in this whole current situation is the rapid, no, immediate turn to savagery in our mass media. All who yesterday were at least trying to pretend they were a journalist, today pump out propaganda–frenzied, primitive, cruel propaganda. 
Our television is like a burst abscess, my once-favourite “Gazeta” and “Lenta” are glass-eyed, empty carcasses of their former selves. There is no journalism left in the country. People–seemingly normal, sane people–forget about everything and lie, lie, lie! The painted chicks on “Vesti” and “Perviy” lie, the correspondents lie, the editors lie a little and the chief editors lie big-time. 

How do they do it, I wonder? Just two months ago they were like normal people. After all, all those who today lie so desperately, so passionately, could not have been completely reborn in one month. 

It is well-known that a human being, when put into situations where they have to lie and act deviously, will try their hardest to avoid cognitive dissonance–and will try their hardest to gather evidence that would help them to justify themselves, to prove to themselves that they do not lie and do not act deviously. Rational thinking has nothing to do with this: all is decided by emotions. Liars and scoundrels cannot live while considering themselves as such. So they convince themselves of their own version of the truth. That other people lie. That they are just defending themselves and their side. And that thus they are in the right. Their position is vulnerable, fragile, and any support is important for these liars and scoundrels: after all, in their childhood, others were trying to raise them as good people, and now they have a hard time. Any praise, any recognition is important to them. 

And so we read now: Vladimir Putin has awarded orders to more than three hundred journalists for “objective coverage of the events in Crimea.” And generally in Ukraine. Orders and medals–for correspondents, show hosts, showmen, chief editors… “Alexander Nevsky,” “For Merit before the Fatherland” and “Order of Merit.” OK, for correspondents, fair enough–they went into hell while following orders. But what did Kulistikov and Soloviev get them for? 

The first thing that comes to mind is that these are not labour awards, but combat awards. Allegedly now is wartime, thus there are enemies on the other side, and so the pen must be equalled to the bayonet. À la guerre comme à la guerre. 

And then, you wonder: who started this war? Who conjured up Banderas and fascists, UNA-UNSO, who fanned hysteria among the Russian-speaking Ukrainians and Ukrainian Russians, who spent half a year telling them about a massacre in Lviv for breakfast and hangings in Kharkiv for lunch? Who turned the “Right Sector” from a bunch of street misfits, who did not even have a proper name before, into the central force of Ukrainian nationalism? And who, most importantly, pumped this nationalism full of steroids, by pouring lies all over Ukraine month after month? 
Now–yes, it’s war. Now there are dead on both sides. Now there are no more right or wrong. Now the ant hill has been set on fire, you can shake off your hands, stand back and stare while taking “an impartial stance.”

Now then: you guys set this up. The Kremlin dreamed this up, and it was set up by you. Every one of you, who did not want to change jobs. Who was afraid of a lower salary. Who simply did not know how to argue with their boss. Who convinced themselves that they are in the right. 

The “polite people”–GRU Special Forces–maybe did not kill anyone. But you did. You will not find this easy to live with. Better to lie to yourself as well, like you lied to others. Better to take the drug and forget about it. 

Your medals are not awards. It’s Putin distributing morphine to you in syringes. 
Rinse them today. And spare a thought for the dead.

Source: Snob.ru 

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