Sendung im russischen TV, u.a. mit Alexander Rahr

Sendung im russischen TV, u.a. mit Alexander Rahr

Quelle: http://russia.tv/video/show/brand_id/3957/episode_id/976615

Übersetzung, Zusammenfassung: Tobias Weihmann (https://www.facebook.com/weihmann/posts/10152273608312381?stream_ref=10)

Sendung im russischen TV, u.a. mit Alexander Rahr

0:00-0:20: “Sonderkorrespondent” unter dem Titel “Deportation” im russischen Fernsehen, die gestern Abend ausgestrahlt wurde.

Als Teilnehmer der Sendung treten folgende Herrschaften auf:

(Seit 0:20)

Dmitrij Polonskij – “Minister für Information und Massenmedien der Autonomen Republik Krim”:

“Die Krim ist endlich zuhause in Russland, bei uns hat das Chaos ein Ende. Nur die Einwohner von Kharkov, Odesssa, Lugansk, Donezk sind noch nicht zuhause. Alle ukrainischen TV-Kanaele und Zeitungen unter strengster Zensur der illegitimen Kiever Regierung. Der Westen zahlt alle die Informationsattacke in diesem Nachrichtenkrieg.

Vjatcheslav Nikonov – Duma-Abgeordneter:

“Was in den letzten Jahren in der Ukraine passierte, war konzertierte Aktion der USA. Der ukrainische Premier Jazeniuk ist ein amerikanischer Scientologe. Klitschko ist amerikanischer Steuerzahler. Die USA zahlt die Faschisten in Kiev.

Alexander Dugin – “Führer der euraischen Bewegung und Professor an der Moskauer Universiät:

“Die Unterstützung der Neonazis/Bandera-Anhänger in Kiev (die es wirklich gibt) ist die moralische Niederlage des liberalen Westens und seiner Ideologie. (Hierzu werden Aufnahmen von einem Aufmarsch von Rechtsradikalen aus Kiev eingespielt).
Der Westen versucht unser Brudervolk, die Ukraine, von uns loszureissen. Wir muessen dem widerstehen”.

Alexander Mirskij – russischstaemmiger EU-Parlamentarier aus Lettland:

“Die Leute sind nicht nur wegen der Demokratie auf die Strasse gegenagen, sondern allen voran wegen der Korruptionen und Ausplünderung des Landes durch die Oligarchen. Es gab 1.500 Rechtsradikale unter Demonstranten”.

Olga Batalina – Stv. Vorsitzende des Duma-Komittees für Familien-, Frauen- und Kinderangelegenheiten:

“Niemand kann derzeit in der Ukraine Sicherheit garantieren. Die EU-Staaten vertrauen den Banditen, die in Kiev die Macht erobert haben und das Land nicht unter Kontrolle haben und eine enorme Menge an Waffen erbeutet haben und die für Europa eine Bedrohung darstellen”.

Moderator:

“Russland schützt im Zentrum Europas seine Bürger vor Faschismus und Nazismus.

Eingespielt warden Sujets, die radikale Ukrainer, vor allem junge Rechtsextreme vom “Rechten Sektor”” zeigen, die in Saporozhe prorussische Demonstranten attackieren und verprügeln. Nazistische Schmierereien in Lvov.
Dazu Aufnahmen von Demonstrationen in der Ostukraine: “Wir wollen mit Russland sein”. Dann Aufnahmen von einem angeblichen ukrainischen Militäraufmarsch.
Dazu wird Timoschenkos Aufnahme eingespielt und generell das Bild vermittelt, dies sei der “Maidan”.

Als nächste tritt Olga Kryshtanovskaja, eine bekannte russische Soziologin, auf:

“Die Ukraine ist ein gespaltenes Land, deshalb gibt es in ihr zwei Eliten. Sie zitiert Huntington (Die Ukraine wird sich spalten).

Alexander Jakovlev – russische Zeitung “Komsomolskaka Pravda”: Die Ukraine wird zum weltweiten Zentrum des Kampfes gegen den Faschismus und Nazismus.

Schlussendlich trifft Alexander Rahr in der Rolle des Kronzeugen auf.

Der Moderator fragt:
“Im Bundestag trifft der Chef der Linkspartei, Gregor Gysi, auf und spricht Davon, dass in der Ukraien der Faschismus wieder auflebt. Kanzlerin Merkel ingoriert das. Warum ist das so?”

Rahr:
“Ich würde nicht sagen, dass das in Deutschland unbeachtet bleibt. Jede zweite Reportage zum Thema widmet sich derzeit dem “Rechten Sektor”. (…) Erinnern Sie sich an den georgischen Ueberfall auf Suedossetien? In den ersten zwei Wochen schrieben alle Davon, dass Russland schuld daran sei und danach, nachdem es Untersuchungen gab, stellate sich heraus, dass es sanders war. Jetzt wissen wir, wer vor fuenf Jahren der Agressor war. Lassen Sie die OSZE das untersuchen und dann werden wir eine effektivere Übersicht haben, zumal im Westen”.

Moderator:
“Wie kommt es, dass zwischen zwei so grossen Nationen, die gemeinsam gegen den Nazismus kämpfen, nun sogar über Sanktionen gesprochen wird”?

Rahr:
“Ich bin der gleichen Meinung wie Sie. In Deutschland kennt man seine Verantwortung. (…) Die Wirtschaft in Deutschland ist gegen Sanktionen. Wir müssen verstehen, dass wir nun eine bestimmte Phase durchleben, an deren Ende es aber keine Wirtschaftssanktionen von europäischer Seite geben wird. Deutschland muss man auch verstehen, es ist in einen transatlantischen Konsens eingebettet und muss diesen beachten. Wenn Deutschland sich mit Russland anfreundet, so warden es die europäischen Partner beschuldigen hinter ihrem Rücken mit Moskau zu verhandeln. Deshalb muss Deutschland derzeit eine sehr weise und vorsichtige Dilpomatie walten lassen, damit wir zu einem gemeinsamen Verständnis der Situation zurückkehren können”.

Moderator:
“Wenn eine solche Situation mit der deutschsprachigen Minderheit in der Ukraine entstehen wuerde und man sie wegen ihrer Sprache und Abstammung verfolgen würde – was würde Deutschland in einem solchen Fall tun”?

Rahr:
“Ich denke, Deutschland würde sich direct an den Sicherheitsrat der UN wenden und eine Untersuchung der UN fordern. Es würde natürlich nicht mit militärischen Mitteln eingreifen, da es dazu nicht die Mittel und den Willen hat. Aber wennn es so etwas geben würde, wenn Deutsche irgendwo abgestochen würden, würde Deutschland klar Partei ergreifen”.

Moderator:
“Jetzt gibt es einen Informationskrieg um die Ukraine. Sind die Ereignisse bei Ihnen in Deutschland auch an erster Stelle in den Nachrichten”?

Rahr:
“Ja, natürlich, ein Informationskrieg wird geführt. 70 Prozent der Nachrichten basieren auf den Ereignissen in der Ukraine. Viele verschärfen die Situation und provozieren Skandale. Und es existieren derzeit leider Informationsräume und somit eine russische und eine westliche Wahrheit. Viele Politiker haben ein unterschiedliches Bild der Vorgänge in Kiev, einige waren auf dem Maiden. Die russischen Delegationen, die zu uns kommen zeichnen ein anderes Bild. (…) Ich hoffe, in naher Zukunft warden wir wieder zu einer gemeinsamen Betrachtungsweise der Ereignisse zurückkehren (an Georgien erinnernd)”.

Vorhang. Die folgende Dokumentation läuft unter den Titel: Die Galizische Rus – Europas erstes Konzentrationslager.

Video

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1 Response to Sendung im russischen TV, u.a. mit Alexander Rahr

  1. justice says:

    Ukraine: Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts mit Stand 26.03.2014:

    “Von Reisen auf die Halbinsel Krim und in die östlichen Landesteile wird daher dringend abgeraten. Die Mehrheit der Reisenden erlebt die Ukraine als sicheres Reiseland.”

    Russische Krim? Nein, Danke! Der Schock der gewaltsamen Übernahme sitzt zu tief.

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