Jörg Drescher: Mich beschleicht ein sehr ungutes Gefühl, daß es das gestern Nach nicht gewesen sein wird

Joerg Drescher: Mich beschleicht ein sehr ungutes Gefühl, daß es das gestern Nach nicht gewesen sein wird

Quelle: https://www.facebook.com/iovialis/posts/10202408522833118?notif_t=notify_me

Mich beschleicht ein sehr ungutes Gefühl, daß es das gestern Nach nicht gewesen sein wird. Vielmehr wurde das Gewerkschaftshaus zerstört (wo sich ein MedPoint, ein Lager für Lebensmittel, Rückzugsmöglichkeiten und Stabsstellen befanden), sowie ein Teil der “Zeltstadt” (Rückzugsmöglichkeiten, Lager). Nun könnte es seitens der “Staatssicherheitskräfte” (blödes Wort in diesem Fall) erst auf Zermürbung hinauslaufen (ein, zwei, drei Tage diesen “Status” halten), um dann wieder die nächste Attacke zu fahren. Das “Zeitspiel” kennen wir bereits, und was hat das Regime eigentlich zu fürchten? Das Geblubber aus Europa, die nicht wirklich zu Schritten bereit sind? 2 Mrd. USD aus Russland helfen erstmal, die Staatskosten zu decken. Sotschi ist am Sonntag vorbei und wird die “Eskalationsstufe” gehalten, könnte man (das Regime) sich an den “großen Bruder” wenden, um den “Staatsstreich” (wie die Demonstrationen jetzt “verkauft” werden) niederzuschlagen. Die internationale Gemeinschaft wird dabei wohl mit großen Augen zusehen, weiterhin ihr Bedauern bis Entsetzen ausdrücken, aber welche Mittel haben sie denn (außer Sanktionen, die längst überfällig sind)?

Für den Maidan heißt es, den Platz zu “halten” (defensiv); das Ziel des Regimes ist es, den Platz (nun mit allen Mitteln) zu räumen (offensiv). Die Verluste seitens des Maidans (nicht personell, sondern Fläche und Unterbringung) machen mir Sorge, weil es schwierig ist, die “Staatssicherheitskräfte” zurückzudrängen und sie auch vom (dann wiedergewonnenen) Platz zurückzuhalten.

Ich hoffe, daß ich mit diesem Szenario täusche. Schließlich kommen aus dem ganzen Land Leute nach Kiew. Ausgang offen – nur mit Superlativen tue ich mir schwer, denn es könnte noch heftiger werden.

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