Ljudmyla Melnyk: Hätte es die Partei der Regionen nicht gegeben, hätten wir heute keine nationale Radikalisierung in der Ukraine

Ljudmyla Melnyk: Hätte es die Partei der Regionen nicht gegeben, hätten wir heute keine nationale Radikalisierung in der Ukraine

Kommentar zum Artikel FAZ: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/die-ukrainische-opposition-ohne-wolfsangel-12793039.html

Ich mag Artikel von Konrad Schuller, aber dieser hätte besser sein können. Ich hätte mir gewünscht, auch über die Rolle der antiukrainischen und prosowjetischen Sprach- und Kulturpolitik der Partei der Regionen sowie ihre prorussische Außenpolitik bei dem Aufstieg von Swoboda zu lesen. Nicht zu unterschätzen sind auch öffentliche Auftritte von Kolesnitschenko oder Tabatschnyk, den Freedom House noch 2011 empfohlen hat, zu ersetzen…

Auch leider kein Wort über die Putin’sche Propaganda nicht nur im Fernsehen…

Hätte es die Partei der Regionen nicht gegeben, hätten wir heute keine nationale Radikalisierung in der Ukraine… Druck erzeugt nur Gegendruck. Die Partei der Regionen betreibt offensichtlich eine antiukrainische Politik. Und nicht nur eine antiukrainische, sondern eine Politik, die gegen Minderheiten in der Ukraine gerichtet ist. Und dazu zählt auch ihre antistaatliche Politik, die sich nicht um die Ukraine als einen souveränen unabhängigen Staat kümmert. Das ist eine Politik der Polarisierung.

Solange darüber im Westen nicht gesprochen wird, wird der Westen auch die Ereignisse in der Ukraine nicht völlig verstehen.

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1 Response to Ljudmyla Melnyk: Hätte es die Partei der Regionen nicht gegeben, hätten wir heute keine nationale Radikalisierung in der Ukraine

  1. Tarik Cyril Amar says:

    interesting thought: “if there had been no party of regions, then there would not have been any national radicalization in Ukraine”…
    A few things come to mind: a) the factually precise phrasing would be: “if we, ukrainians, had not voted the Party of Regions back in in 2010 for no other reason than that post-Orange was so darn, how shall we call it: real, then…”; b) I quite detest the Party of Regions (though not, obviously, all its members or voters), but I somehow can’t find their influence in the “diaspora” and Yushchenko memory politics that surely helped the very, very national, c) interesting to see somebody actually write that yes, there IS a national radicalization now (I thought, only evil and ignorant lefties and Kremlin stooges did that sort of thing)

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