Slowakischer Extremisten-Führer fordert Janukowitsch auf, nicht zu kapitulieren

Slowakischer Extremisten-Führer fordert Janukowitsch auf, nicht zu kapitulieren
von Radoslav Tomek, 31. Januar 2014

Quelle: http://www.businessweek.com/news/2014-01-31/slovak-extremist-leader-calls-on-yanukovych-not-to-give-up

Übersetzung aus dem Englischen: Thomas Meyer

(in: http://umland.livejournal.com/81643.html (umland))

Der ukrainische Präsident Janukowitsch sollte vor den Forderungen der Protestierenden nicht „kapitulieren“, sagte Marian Kotleba, ein slowakischer Regionalpolitiker, der für das Tragen von Uniformen im Nazi-Stil und Roma-feindliche Äußerungen bekannt ist.

Die Kämpfe gegen die Regierung in der Ukraine, dem östlichen Nachbarn der Slowakei, verkörpern den Kampf des Westens zur „Gewinnung neuer Märkte“ und um „eine Ausdehnung bis an die Grenzen Russland“, äußerte Kotleba in einem heute auf der Website seines Landkreises Banská Bystrica veröffentlichten offenen Brief an den ukrainischen Präsidenten.[1] Die ukrainische Regierung sollte nicht mit „Terroristen“ verhandeln, sagte er.

„Ich bitte Sie und fordere Sie auf, auf gar keinen Fall vor Gruppierungen zu kapitulieren, die mittels Gewalt in den Straßen sowie Angriffen auf Institutionen und Vertreter der Regierung versuchen, [die Ukraine] zu zerschlagen“ und deren „Unabhängigkeit“ zu gefährden, sagte Kotleba.
Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico und dessen Amtskollegen aus Tschechien, Ungarn und Polen hatten am 29. Januar bei einem Treffen in Budapest eine friedliche Lösung des Konflikts gefordert.

Kotleba, Gründer und Vorsitzender der „Volkspartei Unsere Slowakei“[2] war vor zwei Monaten überraschend zum Chef einer der acht Landschaftsverbandsregierungen der Slowakei gewählt worden. Er bezwang Amtsinhaber Vladimír Maňka, Mitglied der Fico-Partei SMER-SD. Kotleba hatte eine größere Unabhängigkeit von der EU und den Ausstieg aus dem Euro, der heutigen Währung in der Slowakei, gefordert. Seine Popularität wuchs, als das nationale Wirtschaftswachstum sank und die Arbeitslosigkeit Roma-feindliche Stimmungen begünstigte.

Die „Volkspartei“ würde bei nationalen Wahlen 7,6 Prozent Stimmen auf sich vereinigen und somit erstmals die zur Erlangung von Parlamentssitzen notwendigen 5 Prozent überschreiten – so eine vom 15. bis 21. Januar durch die Agentur MVK unter 1.106 Erwachsenen erhobenen Umfrage. Eine Irrtumsmarge ist nicht angegeben worden.

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Kontakt zum Reporter dieses Berichts, Radoslav Tomek in Bratislava, Slowakei, über rtomek@bloomberg.net
Kontakt zum verantwortlichen Redakteur, James M. Gomez, über jagomez@bloomberg.net
Übersetzung aus dem Englischen: Thomas Meyer
Quelle: Bloomberg Businessweek – http://www.businessweek.com/news/2014-01-31/slovak-extremist-leader-calls-on-yanukovych-not-to-give-up (Abgerufen am 02.02.2014)

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