Putinism as the last Phase of Sovietism

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By Robert van Voren
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Introduction

Again the world is watching while heavily armed unidentified men in green camouflage suits suddenly appear in Eastern Ukrainian towns, occupy police stations, buildings of the Ukrainian secret agency SBU and other governmental agencies, and take the lead of the separatist movement that is now enveloping this part of the country. And again the world tries to come to terms with what is clear from the very start: we are watching phase two of the Russian invasion into Ukraine, Putin’s major plan to carve out the juicy bits of this country, which will allow him to continue his master plan for the region: the reestablishment of the imperium that was, and that most of us believed would never be again.

And like with the Crimea, which has now been swallowed up by Putin’s Russia in violation of all international norms and agreements, the world…

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Wladimir Kaminer: Was ist mit den Russen los?

Wladimir Kaminer: Was ist mit den Russen los?

Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=433907220087579&set=a.303880993090203.1073741828.303781469766822&type=1&stream_ref=10

Wie ticken die Russen, werde ich von Journalisten, Freunden, Nachbarn gefragt. Was haben sie plötzlich?

Alles gut, sage ich, beinahe wöchentlich werden in Russland Umfragen veröffentlicht, denen zufolge es der Mehrheit prima geht, sie freuen sich über ihren größer werdenden Staat und ihren Präsidenten, den besten der Welt, sie würden ihn sofort lebenslänglich wählen, wenn er sie fragen würde, er fragt sie aber nicht.

Das Land steuert zurück – in die Vergangenheit, je schneller es zurück geht, desto mehr freuen sich die Bürger. Man muss die Vorgeschichte kennen, um ihre Freude zu verstehen. Im Normalfall wird jedes Land von drei gegeneinander gerichteten Kräften beherrscht: Ökonomie, Politik und Kultur.

Die kapitalistische Ökonomie sammelt die Menschen in einer Art Pyramide, ihre Plattform bilden die armen, die mittellosen, oben an der Spitze haben sich die Reichen eingenistet. Wenn die Ökonomie allein herrschen würde, könnte sich die Pyramide schnell in einen Vulkan verwandeln. Dagegen steuert die Politik. Sie setzt Grenzen, schafft Gesetze und Abkommen, zieht die Pyramide auseinander, sie soll die Reichen dämpfen und die Armen unterstützen, sie verschafft Luft in der Pyramide damit die Menschen unter den wirtschaftlichen Zwängen nicht ersticken. Über dieses Gebilde weht die Kultur, die dritte Kraft, die aus Menschen Persönlichkeiten macht, sie zu Individuen werden lässt. Nur ein ständiges Gegeneinanderwirken dieser Kräfte hält eine Gesellschaft in Gang. Bleibt eine aus, kippt das Ganze um.

In meiner Heimat, der Sowjetunion wurden 70 Jahre lang alle drei Kräfte von einer Hand gebändigt. Die Partei hatte die Macht, deren Generalsekretär war gleichzeitig der Wirtschaftslenker, der oberste Politiker und der Hauptkulturschaffende des Landes. Er plante die Produktion und die Entlohnung, er schrieb die Bücher und füllte mit seinen Auftritten das Fernsehprogramm. Der Bevölkerung wurde die passive Zuschauerrolle zugeteilt. Eigeninitiative war strafbar. Die Menschen gewöhnten sich daran, dass alle wichtigen Entscheidungen im Leben des Landes ohne ihr Mittun gefällt wurden, in gewisser Weise war es eine Erleichterung.

Aus anderen Ländern, in denen die Bürger nur auf sich selbst angewiesen waren, kamen schlechte Nachrichten.. Im Fernsehen, dem einzigen Fenster zur Welt, sah man regelmäßig amerikanische Arbeitslose, die in Pappkartons unter Brücken schliefen und Europäer, die gewissenlos von ihren Kapitalisten ausgebeutet waren. Die sowjetischen Fernsehjournalisten reisten im Auftrag der Bürger durch die kapitalistische Welt und lieferten fleißig Bilder des Zerfalls und der Unterdrückung. Die Bürger selbst durften nicht verreisen.

Dieser Zustand endete abrupt mit dem Fall des Sozialismus und der Auflösung der großen Sowjetunion. Seit Anfang der Neunzigerjahre konnten die Russen die große weite Welt auf eigene Faust erforschen, sie brauchten dafür keine Ausreisegenehmigung mehr. Das große Kennenlernen fand jedoch nicht statt.

Nur 8% der Bürger der russischen Föderation machten von ihrem Recht auf Weltreisen Gebrauch, die Hälfte davon fuhr ausschließlich in den Urlaub nach Ägypten und in die Türkei. Die dortige Welt hat sie nicht sonderlich überzeugt. Die übrigen 4% flog nach Amerika und Europa, zurückgekehrt erzählten sie von europäischen Autobahnen, lachten über die übertriebene, aufgesetzte Freundlichkeit der Amerikaner und wunderten sich, dass russische Birken überall wachsen und täuschend echt “russisch” aussehen.

Wir sollten vielleicht auch anfangen, die hässlichen Häuser durch neue zu ersetzen und Straßen zu bauen, dann werden sich vielleicht auch bei uns die Menschen freundlicher anschauen, sagten die 4%. Manche Menschen entwickeln sich dynamischer als ihre Länder, je größer das Land, umso träger die Masse. Der Umbau des Lebens erfordert die persönliche Verantwortung jedes einzelnen, daran waren die Menschen nicht gewöhnt, sie sagten nein, lasst mal lieber alles so, wie es ist, wir sind nicht Europa.

Ein Journalist verglich neulich das Land mit einem alten sowjetischen Panzer, dem 1991 der Treibstoff ausging. Man hat mit allen Mitteln versucht, die Maschine wieder in Gang zu bringen, mit europäischen Werten, mit den Menschenrechten, mit der Modernisierung, mit Sonnenenergie – nichts hat geholfen.

Dann hat man ein Tropfen Nationalstolz rein getan, zwei Löffel Patriotismus, ein Gläschen Fremdenhass: “Wir sind nicht Europa, wir haben unsere eigene, russische Welt” – sofort sprang der Panzer an und machte 100 Meter in 3 Sekunden, ein Weltrekord. Mag sein, dass dieser Cocktail auf längeren Strecken nichts taugt, aber für kurze Distanzen ist er unschlagbar. Leider kann man den Panzer bei solchen Sprüngen nicht steuern, die Wahrscheinlichkeit, abseits zu landen ist sehr hoch, die Straßen sind schlecht, besonders in Frühling. Aber Spaß muss sein.

Die Russen fahren gerne schnell. Die neue Parole kam supergut an: Wir sind nicht Europa! Wir müssen also doch keine Autobahnen bauen und keine Straßen fegen, wir bleiben wie wir sind und wir sind die Besten! Wir haben den besten Präsidenten, auf den Rest verzichten wir, die Bürgerrechte kann die Welt sich in den Arsch schieben. Uns soll sie in Ruhe lassen, wem das nicht gefällt, der kann abhauen. Hallo, ehemals sowjetische, russische Brüder der Ostukraine, kommt zu uns zurück!

Die Botschaft wurde erhört, wenig später gingen in Donezk, Slawjansk und Charkow die Menschen auf die Straße, ob Einheimische oder Zugereiste blieb unklar. In Charkow verlief sich ihre Demo und sie besetzten anstatt des Rathauses die Oper. Tosca. Im Nachhinein sagten sie jedoch, das war der Plan, zuerst die Oper und dann das Rathaus zu besetzen. An einem anderen Platz wollten die Menschen zur Einstimmung die russische Hymne singen, doch keiner kannte den Text. Aber der Text ist egal, Hauptsache wir sind nicht Europa, Opa!

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Peter Koller: Was wohl würde Frankreich sagen…

Peter Koller: Was wohl würde Frankreich sagen…

Quelle: https://www.facebook.com/peter.koller.735/posts/765975436746983

Was wohl würde Frankreich sagen….

…wenn Deutschland – unerfreut über die Wahl von Hollande – von Paris eine Förderalisierung fordert und vorgibt die “Deutschen” im Elsaß vor einer weiteren “Zwangsfrankophonisierung” schützen zu müssen.
Gleichzeitig marschiert die Bundeswehr am Rhein mit 50000 Soldaten auf, irgendwelche Alt- und Neunazis aus Baden-Württemberg rufen sich zum Regierungschef der deutschen Provinz Elsaß-Lothringen aus, während gleichzeitig Rathäuser in Straßburg, Colmar und Wissembourg besetzt werden. Dass ca. 99% der Elsässer überhaupt kein Interesse an einem Anschluss an Deutschland haben, ist in diesem Fall eine Marginalie, die nicht weiter ins Gewicht fällt.

Es wird binnen zwei Wochen in Anwesenheit schwerbewaffneter Bundeswehreinheiten ein Referendum durchgeführt, bei dem zwischen folgenden Alternativen entschieden werden darf: gegen Frankreich, oder für Deutschland zu sein.

Der als Wahlbeobachter geladene Vlamse Belang aus Antwerpen erklärt das Referendum für den Anschluss an Deutschland für gültig und gibt folgende Erklärung ab:

Man müsse das deutsche Verhalten verstehen, man hätte das Schanddiktat von Versailles und den Verlust Deutscher Erde in Elsaß-Lothringen nicht verkraftet und fühle sich daher gedemütigt. Und schließlich war das Elsaß immer deutsch….

…ich vermute Frankreich wäre nicht begeistert. Und nur ein Vollidiot würde das Vorgehen von Deutschland für gut heißen.

Wenn Putin in der Ukraine dasselbe macht, ist das aber offenbar völlig in Ordnung.

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Arsen Avakov: Die Antiterroristische Operation in Slowjansk hat angefangen

Arsen Avakov: Die Antiterroristische Operation in Slowjansk hat angefangen

(Innenminister Arsen Avakov schreibt auf seiner FB-Seite)

Quelle: https://www.facebook.com/arsen.avakov.1/posts/620052841418159?stream_ref=10

Übersetzung: Voices of Ukraine

1. Die Antiterroristische Operation in Slowjansk hat angefangen. Dazu wurden die Sicherheitskräfte aus verschiedenen Regionen des Landes zusammengezogen. Gott helfe uns!

2. (inoffiziell, emotional)

Wer sind diese Idioten, die diese Menschen nach Charkow schicken, wo man erst durch gigantische Anstrengungen begonnen hat, wieder in Frieden, ohne Kämpfe und Feuerstellen zu leben? Wer sind die Puppenspieler, die dies tun in der Zeit, da wir uns auf der Donbass (Donbass: das Gebiet um Donetzk und Lugansk — Übersetzer) konzentrieren müssen? Wer seid ihr, Gauner und Provokateure? Wolltet ihr Charkow wieder mit Molotow-Cocktails entzünden — und damit die niedrigsten Teile von “Coloraden” wieder aufwecken und die Neutralen mit den “militanten Rechten” erschrecken? Damit es am Abend nicht nur in Donetzk und Lugansk brannte, sondern auch in Charkow? Für wen arbeitet ihr, wer benutzt euch und eure Emotionen, Freunde? Schaltet endlich Euer Gehirn ein — ihr, die ihr blind für solche Zwecke euch habt einspannen lassen! Charkower Jungs von Euromaidan, warum schweigt ihr darüber? Oder ist euch euer Ausdruck und das “Kriegsspiel” lieber als die Interessen des Landes und der Frieden in eurer eigenen Stadt geworden? Oder wisst ihr nicht, was die fragile Stabilisierung in Charkow gekostet ist? Verflucht jedermann oder fordert seinen Rücktritt, auch mich — aber verliert nicht die Vernunft! Wir dürfen den Osten des Landes nicht verlieren!

Vor den Zustossen zwischen Polizei von Poltava und die 5 Bussen der “Besucher” in der nahe von Tschutovo gab es enorme Anstrengungen, um die Kolonne zu verhindern, nach Charkow zu fahren, sie zu stoppen und sie zurückzukehren… Ohne Erfolg. Ich wandte mich zu den Politiken — sie versteckten sich. Populisten und unverantwortlichen Menschen. Ich überzeugte mich: für vielen unserer “Helden”, die nach Charkow reisen, um dort den Frieden herzustellen, ist ihre Pose wichtiger, als die Interessen des Landes.

Wegen die Ereignisse der Polizeiaktionen in der Region Poltava wandte ich mich zur Staatsanwaltschaft — um die Situation zu prüfen und die Zustossen zu bewerten.

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Boris Reitschuster: Deutsch-Russisches Trauerspiel

Boris Reitschuster: Deutsch-Russisches Trauerspiel

Quelle: https://www.facebook.com/boris.reitschuster/posts/857745087574014?stream_ref=10

Erstaunlich, wie Putin den Westen uns seine Medien um die Nase herumführt. Nach allen Indizien sind seine “Maskenmänner” wie vor Wochen auf der Krim jetzt in der Ostukraine aktiv, stiften Unfrieden und Gewalt, bringen ein ganzes Land ins Schlingern. Und in unseren Medien ist im Wesentlichen von “prorussischen Kräften” und “Separatisten” die Rede, und Lawrows Dementi wird breit durchgekaut. Nur nicht die Dinge beim Namen nennen!

Kiew hat die Wahl zwischen Teufel und Belzebub: Wenn Regierung jetzt gegen die von Russland orchestrierte Gewalt mit Gegengewalt vorgeht, hat Moskau einen Vorwand für einen militärischen “Rettungseinsatz”, und das Geschrei der Putin-Claquere in Deutschland wird gewaltig sein. Tut sie nichts, kommt das Krim-Szenario oder eine Destablisierung und Chaos.

Deutschland schlägt derweil Gesprächsgruppen vor. Vielleicht sollte man auch die Sondereinsatzgruppen bei Polizei etc. abschalten und künftig zu Banküberfällen und dergleichen Gesprächsgruppen senden. Damit es nicht so auffällt, müsste man dann nur noch den Sprachgebrauch ändern und statt “Banküberfall” “unklare Tumulte” schreiben: “Bankmitarbeiter sprechen von einem unfreundlichen Akt, Männer in der Bank sagen, sie seien provoziert worden und es gebe innerhalb der Bank Meinungsverschiedenheiten”.

Ich denke, was wir in der Ukraine erleben, ist nicht nur eine Herausforderung für unsere Außenpolitik und unser Wertesystem – auch für unseren Journalismus. Mit unserem Gut-Wetter-Alle-sind-Lieb-Journalismus werden wir der Moskauer Propaganda nicht gerecht.

Buchtipp: Putins Demokratur – Ein Machtmensch und sein System.
https://www.facebook.com/putinsdemokratur/info

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