Volynko: Does the Government in Kyiv Need Donbas?

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Mykola Volynko, president of Independent Union of Donbas Miners, speaking at the Ukrainian Crisis Media Center on May 14, 2014.

The ‘separatists’ are starting to force the directors of mines to resign and have been blocking miners from going on their shifts to work. Russia has shut down all but 3 of the 60-something mines in Rostov. “Why do we need you Ukrainians…to bring our wages down even further?” say Russian miners. At the Kalinin mine where they forced the director to resign, they supposedly have had a pay raise and bonuses and people have agreed to work because they have families to feed.

The police are all working hand in glove with the ‘separatists.’ Ukraine is paying them their wages, but they are working for the separatists. So it turns out Ukraine is supporting the separatists? Some miners are ready to strike, but most of them just want…

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D. Tymtschuk: „Referendum“ nur Feigenblättchen für Moskaus Pläne

Über die Bedeutung des Pseudoreferendums im ukrainischen Osten, mögliche Friedensmissionen und Bürgerkrieg sowie die Lage im Donbass spricht Dmytry Tymchuk, Leiter des Zentrums für militärisch-politische Studien und Koordinator der Gruppe „Informationswiderstand“

Über die Bedeutung des Pseudoreferendums im ukrainischen Osten, mögliche Friedensmissionen und Bürgerkrieg sowie die Lage im Donbass spricht Dmytry Tymchuk, Leiter des Zentrums für militärisch-politische Studien und Koordinator der Gruppe „Informationswiderstand“

Wird das gestern in der „Volksrepublik Donbass“ durchgeführte „Referendum“ jetzt den Lauf der Ereignisse im Osten verändern?

Wir verstehen alle bestens, dass dieses „Referendum“ nur ein Feigenblättchen ist, dessen Moskau sich bedient, um seine Aktionen zu verdecken. Und es ist nicht das einzige. Von Anfang an war klar, wenn Putin sich entscheidet, das Militär zu benutzen, dann geschieht dies unabhängig vom Ausgang des „Referendums“. Für den Kreml ist es es nur ein weitere Deckung.

Natürlich wäre ein militärischer Einsatz unter dem Vorwand des „Schutzes der Willensäußerung der Bewohner des Donbass“ noch einfacher. Doch auch wenn sich die gewünschten Rahmenbedingungen nicht einstellen, ist das für Putin kein besonderes Problem. Eins können Sie glauben: Fällt ein ein geplanter Grund für eine Invasion weg, wird Moskau schon zwei, drei andere als Ersatz finden.

Und welcher Vorwand könnte eine Alternative für ein „Referendum“ sein?

Moskau hat per heute schon mindestens zwei Gründe für einen Einmarsch seiner Truppen geschaffen.

Der erste ist das besagte Pseudoreferendum. Hier ist alles klar. Die Bewohner des Ostens wollen angeblich nicht in einer vereinten Ukraine leben, und ihre Entscheidung müsse geschützt werden, und Kiew dürfe nicht die Macht überlassen werden, den Donbass weiter als Teil der Ukraine zu unterdrücken.

Der zweite ist die Interpretation der Ereignisse im Osten der Ukraine als „Bürgerkrieg“ und die Vorbereitungen zur Entsendung einer „Friedensmission“. Zur Rettung der „Volksgenossen“, des „Brudervolks“ vor der „blutrünstigen Kiewer Junta“.

Warum denn nicht an die Vereinten Nationen appelieren, um ihr Potenzial zur Friedensstiftung zu nutzen? So eine Entscheidung sähe doch viel logischer aus, wenn schon Russland von Friedensstiftung redet.

Der Zynismus des Kremls besteht darin, das Russland gerade nicht erlaubt, das Instrumentarium der Vereinten Nationen zur Entschärfung der Situation in der Ukraine zu nutzen. Der UN-Sicherheitsrat kann auf Russlands Betreiben die Ereignisse in der Ukraine nicht mal klar beurteilen. Über was für eine Blauhelmmission kann man da reden? Bis jetzt hat Russland als ständiges Mitglied Vetorecht, und das Instrument namens UN ist in etwa wie eine schöne Frau im Bett eines Impotenten. Wie gut sie auch aussieht, das Ergebnis bleibt – Null.

Putin versteht wie kein anderer, dass ein Einmarsch irgendwelcher Truppen, außer seiner eigenen, das Scheitern seiner Pläne für die Ukraine bedeuten würde. Selbst wenn Moskau überzeugend nachweisen sollte, dass in der Ukraine ein Bürgerkrieg im Gange ist, und die Regierung friedliche Bürger liquidiert (auch wenn wir das nicht beobachten können – es ist schwer, jemanden einen friedlichen Bürger zu nennen, der Helikopter mit MANPADS vom Himmel holt und die gepanzerten Fahrzeuge unserer Sicherheitskräfte mit Granatwerfern beschießt).

Die Sache ist die, dass das Völkerrecht auf der Priorität der Souveränität und territorialen Unversehrtheit eines Staates vor dem Schutz der Bürgerrechte basiert. Und damit ist alles gesagt. Selbst wenn die UN-Friedenstruppen nicht aus westlichen Staaten, sondern aus Australien und Mexiko kommen würden, müsste sich Russland von seinen süßen Träumen einer gespaltenen Ukraine verabschieden.

Und wie ist es jetzt wirklich: Befindet sich die Ukraine im Bürgerkrieg?

Ich würde sagen, wir stehen kurz davor. Heute haben wir nur in einer Stadt im Donbass – Mariupol – so etwas Ähnliches wie Bürgerkrieg gesehen. Und zwar als die Streitkräfte nicht einem Haufen Söldner, der russischen Speznas oder einer Bande von Moskau bezahlter Separatisten gegenüber standen, sondern „ideologisierten“ Bürgern. Auch wenn der Großteil von ihnen Randgruppen angehört haben mag, das spielt hier keine Rolle.

Genau deswegen haben sich die ukrainischen Kräfte auch aus Mariupol zurückgezogen, obwohl Truppenstärke und Ausrüstung absolut ausgereicht hätten, die Stadt einzunehmen und unter Kontrolle zu bringen. (Übrigens hätten in einer analogen Situation russische Soldaten keineswegs die Stadt verlassen, sondern sie hätten durch die Bank weg alles plattgemacht, wenn man aus der langjährigen Erfahrung im Kaukasus schließt.)

Die ukrainischen Kräfte haben sich einfach davor erschrocken, dass sie jetzt tatsächlich auf einfache Bürger schießen müssten – zum ersten Mal seit Beginn der Anti-Terror-Operation. Und dafür kann man sie schwerlich verurteilen. Immerhin wurde sogar in Mariupol diese Grenze nicht überschritten, hinter der der Bürgerkrieg anfängt.

Aber Mariupol ist ein Präzedenzfall. Ja, eine Stadt, sei es auch mit regionaler Bedeutung, ist sehr wenig. Aber hier haben wir gesehen, wie das uns von Russland schon seit langer Zeit aufgedrängte Szenario schlussendlich realisiert wird. Und das ist ein alarmierendes Signal.

Worin liegt der Grund des „Erfolgs“ des russischen Szenarios in Mariupol?

Der offensichtliche Grund ist die erfolgreiche russische Propaganda. Die „Bluttrinker und Kinderfresser“ des „Rechten Sektors“, die „Henker“ der Nationalgarden, der satanische und niederträchtige SBU (Sicherheitsdienst der Ukraine) am Zügel der „Kiewer Junta”, all diese Schreckbilder der russischen Propaganda schlagen im Donbass trotz allem an. Und wir müssen eingestehen, dass die Ukraine diesem Agitprop nichts entgegensetzt.

Aber es gibt auch eine tiefergreifende Erklärung, und darüber wurde schon lange vor den heutigen Ereignissen gesprochen. Die Ukraine als Staat hat nie versucht, die Herzen und Köpfe des Ostens zu gewinnen. Und nun greift Putins Propaganda im Donbass nur, weil sie das ideologische Vakuum füllt.

Und warum sollte irgendwer dem Donbass erklären, was gut oder schlecht ist? Warum kann der Donbass nicht selbst die Spreu vom Weizen trennen, Putins Propaganda von demokratischen Werten unterscheiden? Und wäre es bei dem ganzen Zirkus nicht leichter, sich einfach vom Donbass zu trennen, wie es einige Experten und Politologen vorschlagen? Warum sollten wir ihm diese ihm fremden Werte aufzwingen und ihn gewaltsam mit in die schöne weite Ferne ziehen?

Zum ersten ist der Donbass nicht Putins Endstation auf dem Weg in die Ukraine. Er ist nur der zweite Schritt nach der Krim. Wenn wir den Donbass aufgeben, wird sich ein ähnliches Szenario in den anderen östlichen Regionen und im Süden der Ukraine bilden. Da gibt es keinen Zweifel. Es muss klar sein, dass jetzt bei weitem nicht nur Donezk und Lugansk auf dem Spiel stehen.

Zweitens, hier möchte ich Sie und auch mich selbst korrigieren, sprechen wir nicht über den ganzen Donbass. Wir reden in Wirklichkeit über einen kleinen Teil – weniger als ein Drittel der Bevölkerung der Region ist mit dieser russischen Pest infiziert und lehnt die Ukraine in der ein oder anderen Art ab.

Die Mehrheit der dortigen Bevölkerung ist bereit zu Diskussionen über die Rolle der Region in einer vereinten Ukraine, über eine Zukunft des Landes als Ganzes. Und dieses Bestreben zum Dialog und zur Ausarbeitung gemeinsamer Lösungen muss genutzt werden. Und das tut die ukrainische Regierung jetzt auch – vielleicht muss man die Regionen nur aktiver zum Dialog und zur Zusammenarbeit einladen.

Wir müssen verstehen, dass nur sehr beschränkte Leute im Osten darauf warten, dass der gute Putin kommt und anfängt, Geld und Gasprom-Aktien für schöne Augen auszuteilen. Sie sind bereit, jede beliebige Diktatur gegen Almosen zu akzeptieren – um Hauptsache nicht zu arbeiten. Zum Glück sind das nicht viele. Jeder adäquate Bürger versteht, dass der Glaube an den gutmütigen Zar idiotisch ist. Das eigene Land muss man selber aufbauen.

Drittens zu der Frage, ob man den Donbass ziehen lassen sollte. Wer gibt uns denn das Recht, mir nichts, dir nichts die 70 – 80% der Bevölkerung im Donbass zu verraten, unsere Landsleute und Brüder, die in der Ukraine leben wollen?
Die Russen wiederholen gerne, dass die Russen keine Russen im Stich lassen. Doch die Geschichte Russlands ist im Großen und Ganzen die Geschichte eines einzigen großen Verrats. Wir dürfen es Russland nicht gleichtun. Das sind nicht unsere Werte.

Das Gespräch führte Anna Schumakowa.

Quelle: sprotyv.info
Übersetzt von Freiwilligen, lektoriert von: Tobias Ernst.

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Friendship Train Will Head From Lviv to Odesa

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On May 20th, a ‘Friendship Train’ will be heading from Lviv to Odesa. Activists from Lviv are going to Odessa next week to share the feeling of calmness, support, and family warmth from their home town. Euromaidan’s Civic sector has announced this on their facebook page.

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Crimea and the delivery of products from Russia.

By Andrey Alexandrov
05.06.2014  Facebook
Translated and edited by Voices of Ukraine

This is what I managed to find out firsthand.

Here is the direct speech from the Director of one of the Crimean food companies:

“Emissaries from various Russian food manufacturers came to negotiate with us. They can be roughly divided into two categories.The first category includes “floats.” “Floats” give you a fatherly pat on your shoulder, saying, “Don’t worry, we will give you everything. What else do you need? Sugar? We’ll give you sugar. Oil? We will give you oil.” During attempts to talk about the specifics, as in prices, delivery conditions, etc., the “floats” begin to steer the conversation, saying, “You’ll get your prices and conditions, don’t get worked up about this. Russia will take care of you. We won’t let you go to pieces!” That is, there’s nothing concrete about it, but pathos and arrogance galore. Their attitude towards Crimean businessmen is similar to the way the Europeans treated the Papuans and other Pygmies who had recently climbed down from palm trees and were running around in loincloths.

The second category is the “managers.” The “managers” were sent on a business trip to “explore Crimea.” On arrival, they began to qualitatively work for their bread; they held meetings and visited potential partners. But all the enthusiasm of these “managers” sank with an analysis of economic feasibility.They couldn’t wrap their heads around the prices for Ukrainian goods.

Some of them directly announced, “I don’t believe this!” and so they were brought to the nearest chain store, the same ATB, to confirm with their own eyes that our quoted prices were accurate. Their eyes became round and they honestly admitted, “Well, there’s nothing for us to catch here.” Upon seeing the T-Milk [ultra pasteurized milk] at the price of 30 Rubles/liter, the representative of the largest Russian milk production company blurted out, “What did they pour in there in place of milk?” It turned out that the bulk selling price from this milk production plant is 41 Rubles/liter, and we have the same milk for 30 Rubles for sale at the store. But the Russian milk also still needs to be delivered…

At the end of our meeting, many “managers” confessed, during the confidential part of our conversation (not for the official protocol), “Frankly speaking, we don’t want anything to do with Crimea. It’s one hemorrhoid after another. It will give us a giant headache, though our salaries will remain unchanged. First, we would need to figure out how to deliver the products. Second, there would be such a mess with the laws, taxes, and the legal status of Crimea. But we are given orders by the party command and the government “to master Crimea,” so here we are to “master” it. And the fact that your prices are wildly low is even better. When we return home, we will write to our bosses that the job is done, the negotiations took place, we found the partners, but that it’s unrealistic to work with Crimea at this time. And we will postpone our relationship with you and put it on a back burner. And then we’ll see. We will be waiting for you when the supplies of Ukrainian goods are cut off, and then either the Sultan will die or the donkey will…”

So that’s how the “relationship ties” between Crimean product sellers with their Russian suppliers somehow develop. I’d like to add that I haven’t seen new brands or new products on the [supermarket] shelves… All ours, [are] native, time-tested, and favored to death.

Source: Andrey Alexandrov FB

Euronews video still of masked men in Crimean grocery store.

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DMITRY TYMCHUK: The Russian Informational-psychological Campaign in Donbas

Dmitry Tymchuk, Coordinator, Information Resistance

05.14.2014
Translated and edited by Voices of Ukraine

information_resistance_logo_engAccording to operational data from Information Resistance, the structural division of the GRU GS AF RF [Main Intelligence Directorate of the General Staff of the Armed Forces of the Russian Federation] in Rostov-on-Don has relayed orders to the commanders of subversive groups in Donbas. Acting jointly with local terrorists, they are to organize an informational-psychological campaign aimed at undermining the morale of Ukrainian special forces and the demoralization of local residents.

In particular, instructions specified to spread disinformation through all possible informational channels about massive casualties among Ukrainian servicemen during armed confrontations.

Source: Dmitry Tymchuk FB 

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