Ralf Haska: Anscheinend trägt auch die Unentschlossenheit der freien Welt zu Eskalation bei

Ralf Haska: Anscheinend trägt auch die Unentschlossenheit der freien Welt zu Eskalation bei

Original: https://www.facebook.com/ralf.haska/posts/696339780407767?stream_ref=10

Habe ich das gerade in den Nachrichten recht verstanden? Neue Sanktionen am Montag? Und wie sehen die aus: 15 weitere Personen erhalten Einreisesperren? Ich fasse es einfach nicht mehr. Als Antwort worauf: Entführung von OSZE-Beobachtern, Ermordung eines ukrainisch sprechenden Jungen auf der Krim, Geiselhaft eines ganzen Volkes durch grüne, schwer bewaffnete, russisch sprechende Männchen, Ermordung von Politikern im Ostgebiet der Ukraine durch “Prorussische Milizen”, Anzettelung eines Krieges etc, etc.

Wir haben schon im Dezember harte Sanktionen gegen Janukowitsch gefordert. Vielleicht hätte die die ukrainische Tragödie vom Februar verhindert werden können. Aber nichts geschah. Jetzt schaut man wieder zu und erläßt einige wenige Einreisesperren. Hat man eigentlich immer noch nicht verstanden, dass man mit solchen Leuten wie Janukowitsch und Putin nicht nur diplomatisch verhandeln kann? Denen ist das Leben von Menschen egal. Alles soll und muß zu ihren Gunsten dienen. Das sind im Grunde keine Staatsmänner, die für das Wohl ihres Volkes arbeiten. Sie bedienen sich nur selbst, bedienen ihr eigenes Ego und ihre eigene Brieftasche. Und dafür sind ihnen alle Mittel recht. Die verstehen nur die Sprache der Stärke. Nichts hält sie auf, wenn ihnen nicht mit Macht entgegengetreten wird.

Aber anscheinend sehe ich das völlig falsch, weil doch die hohen Diplomaten und Politiker seit Monaten und weiterhin eine völlig andere Sichtweise haben. Ich höre sie schon sagen: “Gesprächskanäle offenhalten, Deeskalieren….” Doch anscheinend trägt auch die Unentschlossenheit der freien Welt zu Eskalation bei.

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2 Responses to Ralf Haska: Anscheinend trägt auch die Unentschlossenheit der freien Welt zu Eskalation bei

  1. justice says:

    Die sogenannte “freie Welt” befindet sich in mehreren Zielkonflikten, was die Dauer zur Findung einer Entscheidung und deren Umsetzung mitunter verlängert. Doch, soll das nicht bedeuten, dass die Qualtiät der Maßnahmen zum Wohl der Ukraine automatisch darunter leiden muss. Im Gegenteil! Im Jahr 2013 fuhren 5 Mio. UrlauberInnen auf die Krim, und wieviel werden es nach der Kurzschlusshandlung der RF sein? Der Pyrrhussieg des Kremls wird Stück für Stück demontiert, bis die Krim wieder de facto Teil der Ukraine ist. Stand nicht die DDR unter sowjetischer Verwaltung bis sich Deutschland vereinigte? Jeder Mauertote an der innerdeutschen Grenze war zu vermeiden gewesen, ebenso wie jetzt das Leid der Krimbewohner durch die völkerrechtswidrige Annektierung der Krim.

    Zitat: “… Geiselhaft eines ganzen Volkes durch grüne, schwer bewaffnete, russisch sprechende Männchen,…” Dies würde bedeuten, dass sich überall pro-russische Terroristen in der Ukraine befinden, die Macht ausüben. DAS BEZWEIFLE ICH VEHEMENT! Was aber nicht unterschätzt werden sollte, ist die Gefahr durch SpiSaZer. (Spione, Saboteure und Zersetzer)

    Man braucht Fingerspitzengefühl und Geduld um zu erfahren, wie in der Ukraine die Uhr tickt. Ich wage sogar zu behaupten, dass die schwerbewaffneten grünen Männchen sich in großer Lebensgefahr befinden; sie wissen es wahrscheinlich auch, wie an der Vermummung zu erkennen ist. Die Ära Janukowitsch fand ihr verdientes Ende, und die Helden des Euromajdans bleiben in Erinnerung. Nach meinem Dafürhalten, wird es es die Ukraine aufgrund ihrer inneren Stärke und mit Hilfe ihrer Freunde schaffen, die derzeitige Krise zu bewältigen.

  2. Jochen Steinmann says:

    Ich stimme Ihnen in allem zu was Sie schreiben. Europa sendet ein schwaches Zeichen von Solidarität und Unterstützung in die Ostukraine. Wieder ist die europäische Politik von Wirtschaftslobbyisten bestimmt. Alle neuen Sanktionen der “Stufe” 2 klingen wie ein schlechter Witz und muss für einen Ukrainer der seine Zukunft in Europa sieht, wie eine Beleidigung wirken. Immer der gleiche Kram ist zu lesen:
    Macht Russland weiter mit seinem invasiven Vorgehen in der Ostukraine dann kommen Sanktionen. Russland macht weiter und es kommt: Erstmal nur leichte Sanktionen wir wollen ja Gesprächskanäle offen halten.
    Nur harte wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland können vielleicht noch das traurige Szenario welches der Ukraine im russischer Theater bevorsteht verhindern und nicht offene Gesprächskanäle und gesperrte Konten von bedeutungslosen russischen politischen Marionetten.

    Unterstützen Sie die Petition für Wirtschaftssanktionen gegen die russische Föderation:

    http://www.change.org/de/Petitionen/bundeskanzlerin-angela-merkel-und-au%C3%9Fenminister-frank-walter-steinmeier-wort-halten-und-endlich-harte-wirtschaftliche-sanktionen-gegen-die-russische-f%C3%B6deration-verh%C3%A4ngen

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