Video: Eine Bürgerin im befreiten Slowjansk

Augenzeugenbericht einer Bürgerin aus Slawjansk nach er Befreiung durch ukrainische Truppen. Die Frau spricht russisch. Deutsche Untertitel.

Es war einfach schrecklich. Ich glaube, das war die Quittung für die Hirnlosigkeit eines beachtlichen Bevölkerungsteils. Das ist meine Meinung.
Es gab viele vernünftige Menschen in Slawjansk. Aber die Leute hatten ganz einfach Angst. Sie hatten Angst vor diesen Folterkammern, Angst vor den bewaffneten Banditen. Der ganze Abschaum hat sich erhoben, verstehen Sie, der ganze Abschaum, die ganze Unterschicht, Arbeitslose, Drogensüchtige …
Allerlei Schreckgestalten … Die alle standen an den Straßensperren. Nach allem, was wir durchgemacht haben, haben wir, ich weiß nicht was für einen Status verdient … Bitte … Wir möchten in der Ukraine leben!

Übersetzung aus dem Russischen: Tobias Ernst

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7 Responses to Video: Eine Bürgerin im befreiten Slowjansk

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  2. justice says:

    Es gab nicht nur, sondern es gibt viele vernünftige Menschen in Slawjansk, und haben diejenigen der Unterschicht, Arbeitslose und Drogensüchtige kein Recht darauf würdig zu leben? Wer Straftaten begangen hat, soll dafür belangt werden, aber sozial benachteiligte Menschen generell als Abschaum zu bezeichnen, zeugt nicht gerade von einer christlichen Einstellung.

    • tftranslate says:

      Wir übersetzen halt, was die Leute sagen, in diesem Fall das einfache Volk. Hören Sie mal in Deutschland auf einen Stammtisch was da so gesagt und generalisiert wird. Im Übrigen, in dem Moment, wo die Arbeitslosen und Drogensüchtigen Straßensperren errichten bzw. dort patroullieren, marodieren und um sich schießen und sich als die Vertreter der vermeintlich legitimen Regierung einer vermeintlichen Volksrepublik ausgeben, ist das Wort Abschaum m.E. genau angebracht. Sie hat ja nicht gesagt dass alle Arbeitslosen Abschaum sind. Sondern die, die das getan haben. Arbeitslose, die so auf die paar Groschen aus waren, die die Terroristen haben springen lassen, dass sie ihre Heimat dafür verraten und tausendfaches Leid und Tod dafür in Kauf genommen haben.

  3. justice says:

    Weder höre ich einem Stammtischgespräch noch einer Bundestagsdebatte zu, weil diese Versammlungen nach meiner Meinung bestenfalls zum oberflächlichen Austausch von verbalen Äußerungen führt, und nichts wirklich zum Besseren ändert, ebenso wie der platte Augenzeugenbericht einer Bürgerin aus Slawjansk. Es blieben zuviele Fragen offen, wenn man sich dem gesamten Ausmaß des Geschehens ohne echtem Hintergrundwissen ernsthaft widmen wollte. Wer also meint, dass der sogenannte “Abschaum” insgesamt für die Verbrechen verantwortlich bzw. schuldig ist, die während der pro-russischen Terroraktionen dort geschehen sind, unterliegt m. E. einem großen Irrtum.
    Es sind nicht wenige ukrainische Grenzsoldaten zu den Terroristen übergelaufen. http://radioukr.com.ua/de/475/570235/ Gehören diese Personen auch zum Abschaum?
    Es ist leicht über Menschen zu urteilen, wenn man deren Lage nicht verstehen will und durch ein Vorurteil befangen ist. Ich erwarte als normaler Mensch mit Sympathie für die Ukraine, dass die ukrainische Justiz “reinen Tisch macht” und der sogenannte “Abschaum” sich in fairen Gerichtsverfahren nach internationalen Standards äußern und verteidigen darf. Es wäre außerdem für ein umfassendes Meinungsbild bedeutsam zu erfahren, inwieweit Diskriminierung von sozial benachteiligten Personengruppen die Gewaltausbrüche gefördert haben.

    • tftranslate says:

      Verstehen Sie nicht, dass das da oben der ein spontaner Emotionsausbruch einer einfachen Frau vor Ort ist, die wochenlang von eben diesen Leuten terrorisiert wurde? Von ihr wollen Sie politische Korrektheit fordern? Ihr wollen sie vorwerfen, nicht korrekt über die Situation vor Ort informiert gewesen zu sein? Kommen Sie mal vom hohen Ross des deutschen Theoretikers (um nicht zu sagen: Besserwissers) runter. Nochmal: Da oben steht nirgends dass “DER GANZE ABSCHAUM” “ALLEINIG” für das Geschehen verantwortlich sei. Um die Verantwortung gehts in diesem Beitrag gar nicht. Da berichtet einfach nur eine willkürlich herausgegriffene Augenzeugin, dass sie Folterkammern gesehen bzw. von ihnen gehört hat, Straßensperren gesehen hat und dort nicht wie von der Propaganda behauptet “Widerstandskämpfer für einen freien Donbass” gesehen hat, sondern unter anderem viel Leute gesehen, bei denen es sich mitnichten um Kämpfer für irgendeine gute Idee, sondern um ganz gewöhnliche zwielichtige Gestalten handelte, denen es um keine Idee ging sondern die sich für ein paar Griwen für die Sache Putins bzw. Girkins oder wessen auch immer (ihr ist das völlig egal) prostituiert haben. Diese Augenzeugin gehört als russischsprachige Ostukrainerin genau jener Bevölkerungsgruppe an, die vermeintlich vor irgendwelchen faschistoiden proukrainischen Kräften zu schützen sei, und sie empfindet es offenkundig als unerträglich, dass die Propaganda so eine Geschichte erzählt, in Wirklichkeit da aber sie niemand beschützte, sondern vor allem Kriminelle, Arbeitslose und Drogensüchtige marodierten. Dieser Beitrag soll nicht der Ursachenanalyse dienen und nicht die Schuldfrage klären – denn das ginge über den Horizont dieser Frau sicherlich deutlich hinaus – sondern einfach die Lage und Erfahrungswelt der tatsächlich betroffenen Bürger vor Augen führen. Als Rezipient mit einem Funken Anstand hört man da zu und kritisiert nicht. Wir haben hier genug andere Beiträge wo man über die Rolle der ukrainischen Justiz, der Sympathisanten unter den Grenzschützern und der Drahtzieher der ostukrainischen Unruhen diskutieren kann.

  4. justice says:

    Niemand kann von den Opfern des pro-russischen Terrors politische Korrektheit erwarten, weil dies zu einer verstärkten emotionalen Überforderung bis hin zum Zusammenbruch führen könnte, wenn sich persönlich Betroffene zusätzlich derart mental belastend mit der Situation befassen würden. Nun fragen Sie aber bitte nach dem Befinden eines Betrachters, der sich die Ausmaße des emotionalen, sozialen, politischen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Chaos, was das Video präsentiert, nur auf sich wirken lassen soll!!! Außerdem bin ich nicht gewillt, mich in die Postion einen “bloßen Rezipienten” drängen zu lassen, sondern schildere klar meine Meinung und erwarte echte Aufklärung. Wenn es genug andere Beiträge über die Rolle der ukrainischen Justiz, der Sympathisanten unter den Grenzschützern und der Drahtzieher der ostukrainischen Unruhen gibt, dann nennen Sie mir bitte die Internet-Adressen dieser Artikel. Im Übrigen, weise ich darauf hin, dass es sich nicht um “ostukrainische Unruhen” sondern um gezielte Aktionen zur Zerstörung des Ukrainischen Staats handelt, und die Bezeichnung meiner Person als Besserwisser verbitte ich mir für jetzt und für die Zukunft. Was das “hohe Ross des deutschen Theoretikers” anbelangt, steht es Ihnen frei, meine ehrenamtlichen Übersetzungen für die ukrainische Wohltätigkeitsorganisation <> zu lesen.

    Waisen und kranke Kinder brauchen Hilfe! http://www.deti.zp.ua/de/index.php

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