Donezk: Danke für die Lektion! (Photos)

Donezk: Danke für die Lektion!

Quelle: http://frankensstein.livejournal.com/510799.html

28.04.2014

Übersetzung: Voices of Ukraine

Ich werde das nicht wieder beschreiben, was heute in Donezk passiert ist — ihr könnt es auf den Videos, den Fotos und in den Nachrichten sehen. Lasst mich nur eines sagen: nach den jüngsten Ereignissen bin ich in dem Glauben überzeugt, dass Russland das ukrainischen Volk wirklich immer zerstören wollte, wie es die ukrainischen Nationalisten behaupten.

Ich gestehe, früher bezweifelte ich es. Ich hielt den Holodomor nicht für einen Völkermord auf die Ukrainer, obwohl ich verstand, warum Juschtschenko genau diese Version unterstrich. Ich hatte immer eine gemäßigtere Haltung gegenüber Russland, als die ukrainischen Nationalisten. Aber jetzt — vielen Dank für die Lektion — habe ich erkannt, dass ich falsch lag.

Nach dem, was ich in diesen letzten Tagen gesehen habe, zweifle ich nicht mehr, dass Russland uns immer zerstören gewollt hat. Wir werden verhungert, vernichtet, ganz bewusst assimiliert — nur wegen der ukrainischen Herkunft. Jetzt habe ich keinen Zweifel daran, weil ich mit meinen eigenen Augen gesehen habe, wie man die Menschen versucht hat nur wegen der ukrainischen Flagge — in der Ukraine — zu töten. Jetzt verstehe ich, wie es früher passiert ist — in den 30er, 40er und 50er Jahren in der UdSSR. Zuvor konnte ich mir das nicht vorstellen, aber nun sah ich das mit meinen eigenen Augen — und meinen Augen vertraue ich.

(Photo: Nоvоsti Donbassa)

Jetzt weiß ich, dass in der sowjetischen Geschichte gibt es kein wahres Wort über Bandera und seine Anhänger. Ich verstehe, wie sie wie Monster gezeichnet werden, wie sie falsch dargestellt werden, weil ich ein lebendes Beispiel vor meinen Augen habe. Ich kann sehen, wie Russland jetzt lügt, und ich verstehe, dass es immer so gelogen hat. Ich verstehe jetzt, dass das alles, was in den russischen Bücher über die Ukraine geschrieben und im russischen Kino verfilmt ist, nur Lügen und Verleumdungen sind. Wenn sie es jetzt, in der Internet-Zeitalter, schaffen, wenn alle Informationen im Netzwerk zu finden sind, was können wir von den 30-40-50er Jahren erwarten. ITAR-TASS schrieb, dass die ukrainischen Nationalisten in Donetsk den antifaschistischen Demonstration angegriffen hätten.

Während der ganzen ukrainischen Demo heute in Donezk gab es nicht eine einzige Person, die Ukrainisch gesprochen hatte. Es war nichts anderes, als die nationalen ukrainischen Flaggen. Und die ukrainischen Demonstranten wurden von russischen Nazis geschlagen, nur weil es die Ukrainer waren. Das war einfach eine ethnische Säuberung.

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1 Response to Donezk: Danke für die Lektion! (Photos)

  1. justice says:

    So schwierig es für direkt und persönlich betroffene Menschen auch sein mag, muss man der Gerechtigkeit wegen genau untersuchen, wer die Anstifter und Ausführenden waren. Eine pauschale Feindbildversion halte ich für Propaganda und dies führt zu größerem Unheil. Wer den Holodomor 1932/ 33 in der Ukraine angeordnet, ausgeführt und wer den Nutzen davon hatte bzw. heute noch hat, dürfte m. E. wissenschaftlich erforscht und belegbar sein. Auch wer das Janukowitsch-Regime unterstützte, die Krim annektieren ließ und in der Ostukraine Terror verbreitet (und auch lenkt?), ist anhand von Original-Beweisen nachvollziehbar. Ich habe zuviele vernünftige russische Menschen kennen gelernt, als das ich behaupten könnte, Russland würde die Ukraine vernichten wollen. Wird nicht die Bevölkerung der Russischen Föderation selbst massiv unterdrückt und ihrer Freiheitsrechte beraubt? Es ist nicht Russland, sondern bestimmte russische Machthaber erweisen sich als Sklaven ihres egomanischen Weltbildes, dass sie skrupellos ausleben, zum Schaden ihres Landes, der Ukraine und des Weltfriedens.

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