Andreas Umland: Der ukrainische Rechtsradikalismus muss aufmerksam beobachtet werden. Trotzdem besteht bisher kein Anlass zu übergroßer Sorge

Andreas Umland: Der ukrainische Rechtsradikalismus muss aufmerksam beobachtet werden. Trotzdem besteht bisher kein Anlass zu übergroßer Sorge

Quelle: https://www.facebook.com/andreas.umland.1/posts/10202452051516070

Der ukrainische Rechtsradikalismus muss aufmerksam beobachtet und sein politischer Einfluss zurückgedrängt werden. Trotzdem besteht bisher aus vergleichender Perspektive kein Anlass zu übergrosser Sorge. Aus u.a. den drei folgenden Gründen:

1. Zur Regierungsbeteiligung von Svoboda: In der Regierung waren auch Rechtsradikale in der Slowakei (Slowakische Nationalpartei) 2006-2010, Polen 2006-2007 (mit 2 Vizepremierministern, Liga polnischer Familien, “Selbstverteidigung”) und heute in Lettland die Nationale Allianz.
Bekannt sind auch die Beispiel aus Österreich, Italien usw.
Selbst in der EU ist rechtsradikale Regierungsbeteiligung nichts ungewöhnliches.

2. 2000 war Vadim Tudor in Rumaenien und 2002 Le Pen in Frankreich jeweils in der Stichwahl bzw. 2. Runde der Praesidentschaftswahlen. Bisher gab es so etwas in der Ukraine nicht. Jarosh kommt derzeit auf ca. 2,5% und Tiahnybok auf ca. 3,5%.

3. 2012 stieg Svoboda und 2014 der Rechte Sektor IN REAKTION auf die prorussische Politik Janukowitschs auf. Vorher gab es in der Ukraine kaum Rechtsextremismus. Ein erheblicher Teil der Unterstützung für ukrainischen Rechtsradikalismus ist befreiungs- und nicht ethnonationalistisch.

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13 Responses to Andreas Umland: Der ukrainische Rechtsradikalismus muss aufmerksam beobachtet werden. Trotzdem besteht bisher kein Anlass zu übergroßer Sorge

  1. sebastian says:

    Trotzdem besteht bisher aus vergleichender Perspektive kein Anlass zu übergrosser Sorge.

    ————

    Ist ja niedlich!

    Warum versucht man dann in Deutschland die NPD zu verbieten? Wieder mal das Prinzip aus dem alten Krieg (der Feind meines Feindes ist mein Freund) aktiv?

    Versuchen Sie in Ihrem Blog Faschismus zu rechtfertigen???

    • jawails says:

      Vergleichen Sie mal bitte die Ideologie der NPD und der “Swoboda”. Dort finden Sie die Antwort auf Ihre Frage.

      • sebastian says:

        Welche Ideologie meinen Sie genau? Hängt auf die Kommunisten oder “messert” die Russen?

        Ja, die NPD ist da in der Tat nicht so radikal.

      • jawails says:

        “Welche Ideologie meinen Sie genau? Hängt auf die Kommunisten oder “messert” die Russen? ”

        Ich sehe, dass Sie keine Ahnung von “Swoboda” haben. Ich kann mir aber vorstellen, woher Ihre Klischee kommen. Versuchen Sie bitte einige konkrete Informationen über ukrainischen Rechten zu finden und — noch einmal — mit den deutschen, französischen, russischen, ungarischen usw. Rechten zu vergleichen.

  2. sebastian says:

    Faschismus ist und bleibt Faschismus – ohne wenn und aber.

    Es gibt keine gute Faschisten und man kann auch nicht “ein wenig Faschismus” akzeptieren.

    1933 waren manche “Gutmenschen” auch der Meinung, dass sie Hitler unter Kontrolle haben.

    Ihr Text ist eine Unverschämtheit (Thilo Sarrazin verlor für wesentlich weniger seinen Job).

  3. sebastian says:

    Ich bin hier übrigens aus dem Twitter von Rebekka Harms gelandet.

    Immerhin ist die Frau bei den Grünen und ich war der Meinung dass die Grünen gegen die Nazis sind, aber anscheinend ist das mittlerweile nur die Linke und Gregor Gysi.

    Es ist einfach interessant anzusehen wie die westlichen Politiker und Journalisten hier kramphaft versuchen die ukrainischen Faschisten als weniger gefährlich darzustellen als z.B. die NPD.

    Wurde uns nicht erst vor kurzem genau die gleiche Unterteilung in “gefährliche Islamisten” und “weniger gefährliche Islamisten” präsentiert?! Das ist doch lächerlich.

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