Die Ereignisse vom 19. Januar 2014. Zusammenfassung

Die Ereignisse vom 19. Januar. Zusammenfassung

10:37: Der Maidan füllt sich mit Menschen.
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Gegen 12:20 h beginnt die Kundgebung (“Witsche”). Zuerst reden die Priester. Weiter strömen Menschen auf den Maidan.

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Gegen 12:20 h beginnt die Kundgebung (“Witsche”). Zuerst reden die Priester. Weiter strömen Menschen auf den Maidan.

12:40: Der politische Teil der Kundgebung beginnt. Man singt die Nationalhymne.

Tetjana Tschornowol: Wir haben mit Leuten zu tun, die töten können und töten wollen. Wir sind im Krieg: dem Krieg zwischen Janukowitsch mit seinen “Tituschken” (bezahlte Provokateure) und “Berkut” (Sonderpolizei) gegen das ukrainische Volk. Aber die Zeit arbeitet für uns: Immer mehr Polizisten unterstützen uns!

Dmytro Bulatow (Auto-Maidan): Wahlen kommen jetzt nicht mehr in Frage. Wir brauchen einen Leader des Widerstands.

Stundentenvertreterin: Wir danken allen für die Unterstützung; wir müssen alle zusammenhalten.

Wjatscheslaw Brjuchowetzki (erster Rektor der erneuerten Kiew-Mohyla-Akademie): Wir müssen zusammenhalten. Verlieren wir die Hoffnung auf die Wahlen nicht!

Tarasjuk: Der Senat der USA ist bereit, Sanktionen gegen die Schuldigen an Gewalt gegen friedliche Demonstranten zu verhängen.

Admiral Tenjuch zu den Soldaten der Inneren Streitkräfte: Verteidigt Euer Volk! Wenn Ihr nach Hause kommt, werdet Ihr Euer Land und das Leben in Euren Familien nicht mehr wiedererkennen. Alles im Staat ist schon anders!

Klitschko: Die neue Gesetze sind ungültig. Wir fordern vorgezogene Präsidentenwahlen. Wir stellen dem Präsidenten ein Ultimatum. Er hört schon seit 2 Monaten nicht auf uns!19.11_13.00

Tjagnybok (mit einem Baustellen-Schutzhelm auf dem Kopf — was nach den „neuen Gesetzen” verboten ist): Alles Gute zum Fest der Taufe Christi! Die neue Gesetze sind aus vielen Gründen ungültig. Nennt die Artikel der Verfassung, denen die neue Gesetze widersprechen. Wir müssen die neuen Gesetze sabotieren. Früher oder später wird das Gericht gegen die Schuldigen beginnen (wie es auch in Polen und Litauen der Fall war). Die neue Gesetze zeigen, dass die Regierung vor uns Angst hat. Also machen wir alles richtig. Wir müssen eine neue Regierung gründen — dafür sollen wir Millionen von Unterzeichnern sammeln. Wir müssen vereint sein.

Nachricht: Heute haben die Polizisten in Sewastopol gefordert, nicht gegen das Volk eingesetzt zu werden. Es gibt keine ethnischen Gegensätze!

Jatzenjuk: Das Parlament hat seine Legitimität verloren. Wir gründen einen neuen Volksrat (Narodna Rada). Die Forderungen: (1) Rücktrit des Präsidenten; (2) Gesetzgebungskompetenz für den neuen Volksrates (3) Verfassungsratt. Dafür organisieren wir Wahlen in den Kiewer Stadtrat, und wir organisieren die Truppen der Selbstverteidigung. Zum Thema Leader: Es gibt hier ein einziger Leader: das Volk. Es gibt keinen Grund, Gebäude zu besetzen: Ein Gebäude besetzt zu haben bedeutet doch nicht, dass man so die Macht bekommt! Wir werden auf zivile Weise agieren. Am 22. Januar — dem Tag der Ukrainischen Einheit — werden wir für unsere Rechte und Freiheiten demonstrieren.

Turtschinow (trägt einen Schutzweste— was von den „neuen Gesetzen“ verboten ist) erklärt: Am 16. Januar wurde ein Staatsstreich realisiert. (1) W erklären die neuen Gesetzte für ungültig. (2) Wir gründen einen Volksrat (Narodna Rada – ein Rat aus allen Parlametnsabgeordneten, die nicht für die „Diktaturgesetze“ gestimmt haben) mit Gesetzgebungkompetenzen. (3) Wir halten ein Referendum hab: Misstrauensvotum gegenüber dem Präsidenten; Gründung einer Verfassungskomission, die eine neue Verfassung vorbereitet; Wahlen in den Kiewer Stadtrat; Gründung einer städitschen Polizei, Freilassung aller politischen Gefangenen.

(Die Entscheidungen werden per Handzeichen getroffen.)

(Turtschinow fährt fort): Das Fest der Taufe Christi lehrt uns, dass wir, uns reinigen müssen, bevor wir zu neuen Taten schreiten. Reinigen wir unser Land!

Turtschinow verkündigt eine Nachricht: Es scheint,, dass noch einmal ein Angriff gegen des Regierungsviertel erfolgt ist. Das sind Provokateure, sie machen das, was die Regierung will [um eine Rechtfertigung für Gewalteinsatz zu haben].

Man singt die Hymne der Ukraine.

Also, zuerst sollen wir Wahlen in den Stadtrat von Kiew durchführen.

Sergij Koba (Auto-Maidan): Wir brauchen einen Leader, der Verantwortung übernimmt. Wir gehen jetzt zum Parlament und werden dort stehen, bis diese Gesetze nicht zurückgenommen werden. Wir laden die Abgeordneten dazu ein!

Streit zwischen Auto-Maidan und die Polizei in der Nahe des Europäischen Platzes. Ein städtischer Polizit, versucht, Strafe zu kassieren. Die Leute werfen einige Schneebälle. Die anderen versuchen, mit den Polizisten zu reden.

Viele Menschen sind zum Regierungsviertel (Mariinski-Park, Institutska-Str., Gruschewski-Str./Europäischer Platz) gegangen, sie diskutieren im Moment mit den Polizisten und den Soldaten der Inneren Streitkräfte.

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